Kämna fährt bei der Tour vornweg – aber "am Ende ist alles explodiert"

Bei der 14. Etappe der Tour de France setzte sich der Bremer kurz vor dem Ziel an die Spitze des Fahrerfelds. Letztendlich beendete er das Rennen aber auf dem 54. Rang.

Lennard Kämna tritt zwischen anfeuernden Fans in die Pedale.
Im Gesamt-Klassement liegt Lennard Kämna inzwischen auf Rang 35. Bild: Imago | Belga

Radprofi Lennard Kämna ist bei der 14. Etappe der Tour de France erneut ein starkes Rennen gefahren: Der 24-Jährige vom Team Bora-Hansgrohe hatte rund fünf Kilometer vor Schluss attackiert und zwischenzeitlich das Teilnehmerfeld angeführt. Schlussendlich fuhr er als bester Deutscher auf Rang 54 ins Ziel. Der Bremer lag 25 Sekunden hinter Sunweb-Fahrer Sören Kragh Andersen, der die Etappe gewann. "Es ist ärgerlich, dass Kragh Andersen da noch wegfährt und gewinnt", sagte der 24-Jährige: "Es ist saumäßig schade, dass es so geendet hat. Am Ende ist alles explodiert. Es ist schon echt scheiße gelaufen, wenn man ehrlich ist." Im Gesamt-Klassement liegt Kämna nach 14 von 21 Etappen auf Rang 35.

Einen Tag nach dem großen Auftritt von Kämna und Max Schachmann, die sich bei der schweren Bergetappe am Puy Mary im Zentralmassiv nur dem ausgebufften Kolumbianer Daniel Martinez hatten geschlagen geben müssen, war das Bora-Team erneut sehr aktiv. Kämna und Co. rackerten an der Spitze des Pelotons, um Sprinter Sagan im Kampf um das Grüne Trikot wieder in Position zu bringen. Dessen Rivale Sam Bennett, der die Punktewertung anführt, hatte am Freitag das Ziel auf der allerletzten Rille erreicht und sich völlig verausgabt. Boras Plan, zugunsten des bergfesteren Sagan den Iren abzuhängen und damit punktlos im Finale zu lassen, ging auf. 

Radprofi Kämna: "Bin schon etwas enttäuscht und sauer"

Video vom 11. September 2020
Lennard Kämna nach seinem knapp verpassten Etappensieg mit Mundschutz und Helm beim Interview.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 13. September 2020, 19:30 Uhr