Wieder kein Werder-Nationalspieler

Serge Gnabry und Aaron Hunt waren die letzten Bremer DFB-Nationalspieler. Maximilian Eggestein durfte hoffen der Nächste zu werden, doch er muss sich gedulden.

Der Bundestrainer Joachim Löw schaut in die Kamera.
Joachim Löw steht unter Druck: In der Nations League droht der Abstieg. Bild: imago | Sammy Minkoff

Kein Spieler von Werder Bremen steht im Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Diese Meldung hatte in den vergangenen fünf Jahren keinen besonderen Nachrichtenwert. Bremen steckte chronisch im Abstiegskampf und Werders Spieler waren so weit von der A-Nationalmannschaft entfernt, wie Thomas Schaaf von einem Engagement beim HSV. Die Ausnahme der Regel war Serge Gnabry. Er war bei Werder unter Vertrag, als er sein Debüt für Deutschland 2016 gab. A propos HSV: Davor war Aaron Hunt der letzte Bremer Nationalspieler. Der heutige Hamburger war bei der USA-Reise 2013 dabei.

Maximilian Eggestein in der Trainingsjacke der Deutschen Nationalmannschaft
Maximilian Eggestein hat sich mit der U21 des DFB erfolgreich für die Europameisterschaft in Italien und San Marino qualifiziert. Bild: imago | DeFodi

Die letzten Monate erlebte Werder aber einen Aufwind und einige Spieler spielten sich in den Vordergrund. Allen voran Maximilian Eggestein überzeugte als Leistungsträger bei den Grün-Weißen. Im Zuge dessen wurde er als möglicher Debütant oft ins Spiel gebracht – zumal Joachim Löw nach der verkorksten Weltmeisterschaft in Russland einen Umbruch einleiten wollte. Da würde ein 21-Jähriger torgefährlicher Mittelfeldmann ja eigentlich nicht unpassend sein. Eggestein absolvierte in der laufenden Spielzeit alle zehn Spiele für Bremen und schoss vier Tore. Statt der A-Nationalmannschaft, steht der gebürtige Hannoveraner aber im Kader der U21-Auswahl für die Spiele gegen die Niederlande (16. November) und Italien (19. November).

DFB-Elf droht der Abstieg

Auch Max Kruse, der nach seinem Rauswurf aus der DFB-Elf 2016, laut eigenen Aussagen, noch nicht mit dem Thema abgeschlossen hat, wurde nicht berücksichtigt.

Das Team vom Joachim Löw testet in Leipzig gegen Russland (19. November) und trifft in Gelsenkirchen vier Tage später auf die Niederlande. Sollte Oranje am 16. November gegen den Weltmeister aus Frankreich gewinnen, kann der DFB den Abstieg aus der Nations League mit einem Sieg abwenden.

Der Kader im Überblick:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Bernd Leno (FC Arsenal), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)
Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (Bayern München), Thilo Kehrer (Paris St. Germain), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Paris St. Germain), Serge Gnabry (Bayern München), Leon Goretzka (Bayern München), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Marco Reus (Borussia Dortmund), Sebastian Rudy (Schalke 04), Leroy Sane (Manchester City), Mark Uth (Schalke 04), Timo Werner (RB Leipzig)

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 9. November, 18:06 Uhr