BSC Hastedt gelingt der Pokal-Coup

Am "Finaltag der Amateure" hat der BSC Hastedt das Pokalfinale gegen den Blumenthaler SV verdient mit 3:0 gewonnen – und steht zur Belohnung im DFB-Pokal.

Die Mannschaft des BSC Hastedt feiert dem Pokalsieg mit der Trophäe.
So sehen Sieger aus: Der BSC Hastedt feiert mit der Trophäe in Händen seinen ersten Pokalsieg. Bild: Andreas Gumz

Im Pokal-Duell der beiden Bremen-Ligisten durfte am Pfingstmontag am Ende der Debütant aus Hastedt jubeln – erstmals in der jungen Vereinsgeschichte des BSC (2008 gegründet) ist man nicht nur Pokalsieger geworden, sondern hat sich damit auch das Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal gesichert.

"Wir wollen die Ersten sein, die mit Hastedt in den DFB-Pokal einziehen", hatte Trainer Gökhan Deli vor dem Finale gesagt: "Selbst der Vorgängerverein Hastedter TSV hatte es während seiner langen Geschichte nie geschafft." Der Hastedter TSV hatte zuletzt 1972 den Landespokal gewonnen. Gökhan Deli trainiert die Hastedter gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Samet, noch vor zwei Jahren spielte der BSC in der Bezirksliga. Nun befindet sich der Tabellendritte der Bremen-Liga, der fünfthöchsten Spielklasse, nach zwei Aufstiegen in Folge weiter auf der Überholspur.

Kapitän Yücel muss nach 20 Minuten verletzt raus

Hastedts Kapitän Yücel liegt verletzt am Boden und muss behandelt werden.
Bitter: Hastedts Kapitän Sedat Yücel musste verletzt ausgewechselt werden. Bild: Andreas Gumz

"Ich erwarte ein Geduldspiel. Die Mannschaft, die an diesem Tag galliger ist, wird gewinnen", sagte Gökhan Deli im Vorfeld, und er sollte Recht behalten. 2.400 Zuschauer im Stadion Obervieland beobachteten, dass Blumenthal die kreativen Ideen fehlten. Und auch den Schock der Hastedter konnte Blumenthal nicht für sich nutzen, als BSC-Kapitän Sedat Yücel nach nur 20 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Hastedt dominierte die Partie und ging in der 33. Minute verdient durch Elmehdi Faouzi in Führung.

Blumenthal musste zur Halbzeitpause einen weiteren Rückschlag hinnehmen, Torjäger Tim Pendzich musste mit Knieproblemen in der Kabine bleiben. So blieb Hastedt weiter die bestimmende Mannschaft, der eingewechselte Affamefuna-Michael Ifeadigo erhöhte in der 71. Minute für Hastedt und Florent Aziri besorgte kurz vor dem Abpfiff (89. Minute) den 3:0-Endstand.

Hastedt-Coach wünscht sich nun Werder Bremen

Für den den 33-jährigen Torjäger Iman Bi-Ria sollte das Pokalfinale der Bremen-Liga eigentlich das Karriere-Ende bedeuten, doch schon vor der Partie ließ sich der Polizist ein Hintertürchen offen: "Sollten wir in den DFB-Pokal kommen, dann will ich da auch noch mal auf dem Platz stehen." Einen Wunschgegner hätte Trainer Gökhan Deli für dieses Spiel dann auch schon: Werder Bremen.

Wenn wir gegen Blumenthal gewinnen, wäre es das Geilste, wenn wir im DFB-Pokal den Bundesligisten SV Werder Bremen zugelost bekämen. Unser Platz liegt nur 400 Meter vom Weser-Stadion entfernt. Wenn dort ein Tor fällt, kriegt das bei uns jeder mit.

BSC-Trainer Gökhan Deli

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Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 21. Mai 2018, 17 Uhr