Habenhauser Handballer kämpfen in der 3. Liga um den Klassenerhalt

Bild: Radio Bremen

Fast ein Drittel aller Teams muss am Ende aus der 3. Liga absteigen. Nach jetzigem Stand wird das Team aus dem Bremer Süden wohl nicht an der Abstiegsrunde vorbeikommen.

Für die Handballer des ATSV Habenhausen ist die Lage derzeit schon ein wenig skurril. In der Tabelle liegen die Habenhauser auf einem soliden achten von zwölf Plätzen. Das klingt nicht nach akutem Abstiegskampf, aber dennoch befindet sich der ATSV in Habachtstellung, denn der Überlebenskampf in der semi-professionellen 3. Liga der Handballer ist knallhart. Corona-bedingt gab es in den vergangenen beiden Jahren keine Absteiger, sodass die Spielklasse bundesweit auf 82 Teams angewachsen ist, die sich nun nicht mehr in vier, sondern in sieben Staffeln miteinander messen. Das soll sich rasch wieder ändern. Gleich 26 Teams werden am Ende der Saison absteigen müssen. Finanziell, erklärt Teammanager Thomas Hasselmann, sei der Klub nicht auf die 3. Liga angewiesen. Trotzdem wollen die Habenhauser dort natürlich bleiben.

Der 8. Platz würde dafür am Ende der Saison aber nicht reichen. Die Habenhauser müssten mindestens auf dem 6. Platz landen, um vorzeitig den Klassenerhalt sicher zu haben. Ansonsten geht es Ende März in die Abstiegsrunde. Dort wird dann in fünf Gruppen mit sechs und zwei Gruppen mit jeweils fünf Teams gespielt. Nur die Tabellenersten und Tabellenzweiten jeder Gruppe dürfen in der 3. Liga bleiben, alle anderen müssen absteigen. Es wird also ein Hauen und Stechen. Und derzeit sieht es im Kampf um den 6. Platz schlecht aus. Zwei Drittel der Saison sind fast absolviert und der Rückstand auf das Team Handball Lippe II, aktuell Sechster, beträgt bereits fünf Punkte.

Bittere Pleite am Sonntag

Matthias Rackh im Interview nach dem Spiel.
Habenhausens Trainer Matthias Ruckh war nach der Pleite am Sonntag enttäuscht. Zudem haderte er mit der Leistung der Schiedsrichter. Bild: Radio Bremen

Am Sonntag hätte der Klub aus dem Bremer Süden wichtige Punkte im Duell mit der SG LiT 1912 II sammeln können. Gegen den Klub aus dem ostwestfälischen Minden gab es allerdings eine 27:30-Niederlage. Schnell lagen die Habenhauser in der Partie beim Stand von 2:7 mit fünf Toren zurück. Darüber ärgerte sich auch Trainer Matthias Ruckh. "Wir haben uns viel zu viel damit beschäftigt, was nicht geklappt hat", erzählte er nach dem Spiel dem Sportblitz. "Das hat uns in diesen Rückstand gebracht, den wir am Ende nicht aufholen konnten." Zugleich war er mit der Leistung der Schiedsrichter nicht einverstanden.

Seit dreieinhalb Jahren trainiert Ruckh die Habenhauser. Seine Mannschaft ist eine eingeschworene Truppe, fast alle Spieler kommen aus dem Stadtteil. Gemeinsam wollen sie den Klassenerhalt klarmachen, doch dies wird in den kommenden Wochen und Monaten eine komplizierte Aufgabe sein.

Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen, um diese Klasse zu halten. Wollen unser Ziel erreichen und den Leuten etwas zurückgeben, die hier für uns arbeiten.

Lukas Feller im Interview.
Lukas Feller, Spieler des ATSV Habenhausen, im Gespräch mit dem Sportblitz

Handballer des ATSV Habenhausen wollen im DHB-Pokal mitmischen

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Autoren

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor
  • Dino Bernabeo

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 10. Januar 2022, 18:06 Uhr