Bremer Handballverband bricht die Saison ab – und fordert Perspektiven

Eine Fortführung macht laut Präsidentin Monika Wöhler "keinen Sinn". Sie hofft, dass ab März wieder trainiert werden darf – und bald auch Freundschaftspiele möglich sind.

Ein Handball liegt in einem leeren Handballtor.
Der Bremer Handballverband bricht die aktuelle Saison ab. Bisher absolvierte Spiele sollen nicht gewertet werden. Bild: Imago | Beautiful Sports

Die Saison im Bremer Handball wird aufgrund der Corona-Pandemie erneut vorzeitig abgebrochen. Das bestätigt Monika Wöhler, Präsidentin des Bremer Handballverbandes, im Gespräch mit buten un binnen. "Es macht keinen Sinn, denn es wären schlichtweg zu viele Spieltage", so Wöhler. Zumal in den Ligen unterhalb der Bremen-Liga die Saison noch nicht einmal begonnen hatte, ehe der Spielbetrieb im Herbst erneut untersagt wurde.

Monika Wöhler schaut in die Kamera.
Laut Monika Wöhler hätte eine Fortführung der Saison "keinen Sinn" gemacht. Bild: Radio Bremen

Die Bremer folgen damit dem Niedersächsischen Handballverband, der die Saison von der Oberliga bis zu den Landesklassen abgebrochen hat. In diesen spielen Bremer Teams mit Teams aus Niedersachsen partiell gemeinsam in einer Liga. Bisher absolvierte Partien sollen annulliert werden. Auf- und Absteiger soll es in Niedersachen und Bremen nicht geben. Lediglich beim Aufstieg von der Oberliga in die 3. Liga könnte dies auf Wunsch des Deutschen Handballbundes anders aussehen.

Wöhler setzt auf das Stufen-Modell

Wann die Handballer wieder ihrer Sportart nachgehen dürfen, ist derzeit offen. Wöhler fordert diesbezüglich ein Umdenken seitens der Politik. "Wir hoffen, dass endlich auch die gesellschaftliche und gesundheitliche Perspektive des Sports gesehen wird. Die Menschen müssen wieder in Bewegung kommen", sagt sie. Dabei setzt sie auch auf das Stufen-Modell des Bremer Landessportbundes.

Für den Handball fordert sie neue Perspektiven ein. Ab März, so ihr Wunsch, sollen die Teams zumindest im Outdoor-Bereich unter Einhaltung der Hygiene-Konzepte wieder trainieren dürfen. Nach den Osterferien, die in Bremen am 10. April enden, sollten dann wieder Trainingseinheiten in der Halle und Freundschaftsspiele zwischen zwei Teams ohne Zuschauer möglich sein, ehe im September die neue Saison beginnt. "Dann", so Wöhler, "kehrt im Spielbetrieb hoffentlich die Normalität zurück."

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Video vom 23. November 2020
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Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 17. Februar 2021, 23:30 Uhr