Lethargie in Lohne: Werder gewinnt Test-Kick gegen Almelo mit 2:0

Video vom 1. September 2021
Ein Werder-Spieler steigt im Testspiel gegen Almelo im Pulk zum Kopfball hoch.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Viel los war am Mittwoch nicht beim Spiel gegen den uninspirierten niederländischen Erstligisten. Werders Neue kamen zum Einsatz und Pavlenka feierte sein Comeback.

An der langen Anfahrt konnte es kaum gelegen haben, denn vom niederländischen Almelo ins niedersächsische Lohne sind es keine zwei Stunden Fahrt. Doch was der Erstligist aus der Eredivisie im Stadion von Amasyaspor Lohne am Mittwochnachmittag auf den Rasen brachte, hatte wenig Feuer, wenig Ideen und keinerlei Esprit.

Und so wurde dieser Test-Kick gegen Werder Bremen ein wenig lethargisch mit vielen Längen. Heracles Almelo ließ den Zweitligisten machen und so konnte Trainer Markus Anfang vor allem seinen Neuzugängen Mitchell Weiser und Roger Assale wichtige erste Spielpraxis mit den neuen Teamkollegen verschaffen.

Ordentliche Premieren von Weiser und Assale

Mitchell Weiser in seinem ersten Einsatz für Werder im Testspiel gegen Almelo.
Mitchell Weiser (links) kam 68 Minuten in seinem ersten Spiel für Werder zum Einsatz. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Beide machten ihre Premiere ordentlich, Weiser konnte in den 68 Minuten Einsatz schon ein paar kleine Akzente setzen. Assale war auf der linken Außenbahn besonders in der ersten Halbzeit auffällig. Beinahe wäre dem Ivorer sogar der Treffer zum 1:0 geglückt. Doch es war Oscar Schönfelder, der in der 22. Minute den Ball die letzten Zentimeter über die Torlinie drückte.

Den zweiten Bremer Treffer in der 55. Minute legte Weiser durch eine scharfe Flanke von rechts in die Mitte dann Abed Nakishi auf, der ins lange Eck zum 2:0 einschob. Trainer Anfang wollte einige seiner Spieler wie Ömer Toprak schonen und ihnen während dieser Länderspielpause eben genau diese Verschnaufpause verschaffen.

Pavlenka nach langer Pause zurück im Kasten

Marco Friedl, der seinen Wechsel fast erzwingen wollte, aber nun doch bleiben muss, wurde vom Werder-Coach jedoch von Beginn an in der Viererkette gebracht. Und einer durfte in Lohne sein lang erwartetes Comeback zwischen den Pfosten geben: Keeper Jiri Pavlenka. Seit Mitte Juni hatte sich der Tscheche mit Rückenproblemen herumgequält und nur wenig trainieren können. Auf die Europameisterschaft musste er verzichten, auf den Start in die neue Saison auch.

Nun durfte Pavlenka zum ersten Mal wieder ran und das für 90 Minuten, aber Werders Nummer eins hätte sich durchaus ein gutes Buch mitbringen können. Ein einziger Hecht wurde ihm in der zweiten Halbzeit abverlangt, ansonsten herrschte bei Pavlenka gähnende Langeweile. Aus Sicht von Trainer Anfang hatte sich der Test dennoch gelohnt: Spielpraxis für Neuzugänge und Reservisten und niemand hatte sich dabei verletzt.

Wir haben in der zweiten Halbzeit viele junge Spieler reingebracht, die das noch nie so gespielt haben. Trotzdem haben sie das wirklich gut gemacht. Ich bin zufrieden.

Werder-Trainer Markus Anfang

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 1. September 2021, 18:06 Uhr