Auf einmal haben Werder und der HSV etwas gemeinsam

Video vom 20. August 2021
Blick auf einen Bildschirm mit der Tabelle der 2. Liga und Werder Bremen auf Rang elf.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Anstatt auf der Überholspur Richtung Wiederaufstieg dümpelt Werder auf Augenhöhe mit dem HSV. Gegen Karlsruhe am Samstag wird es schwer, die Wende zu schaffen.

Werder Bremen hat schon mal bessere Zeiten erlebt, keine Frage. Am Freitag durfte der Mannschaftstross dann trotzdem am Bremer Flughafen auflaufen. Zumindest den Hinflug nach Karlsruhe leistet sich der klamme Klub noch, die lange Heimreise am Samstag müssen die Grün-Weißen jedoch im Bus zurücklegen.

Es passt zu den trüben Tagen an der Weser, dass nun auch noch durchgesickert ist, dass die Werder-Spieler sogar Essensgeld beisteuern müssen, weil das Budget sogar dort gekürzt wurde. Von 200 Euro Selbstbeteiligung pro Monat pro Spieler will die "Bild"-Zeitung erfahren haben. Kein Wunder, dass es Werder so schwer fällt, potenziellen Neuzugängen den eigenen Klub schmackhaft zu machen.

Punktgleich mit dem HSV – im Mittelfeld

Und so steht Werder nun da vor dem 4. Spieltag, genauso betrübt wie die Schalker und auch nicht besser als der Erzrivale aus Hamburg. Sie alle dümpeln in der Tabelle mit mageren vier Punkten herum und die vermeintlichen großen Schwergewichte der 2. Liga müssen aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren.

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Leicht wird das für Werder am Samstag ab 13:30 Uhr beim Karlsruher SC sicherlich nicht, schließlich sind die noch ungeschlagenen Baden-Württemberger Tabellenzweiter mit sieben Punkten. Trainer Markus Anfang weiß, was seine Mannschaft erwartet.

Der KSC hat gezeigt, dass sie in der Liga richtig gut unterwegs sind und vor Selbstvertrauen strotzen. Sie sind zu Hause sicherlich schwer zu bespielen, das wird eine enorme Herausforderung.

Werder-Trainer Markus Anfang

Werder blitzt bei Kreuzer ab

Tatsächlich ist die Freude in Karlsruhe groß über den geglückten Saisonstart: zwei Siege, ein Remis und im DFB-Pokal ist man eine Runde weiter. Das liegt auch an ihm, Stürmer Philipp Hofmann, der in vier Pflichtspielen vier Tore einnetzte.

So einen Torjäger könnte Werder gut gebrauchen, nur ist Frank Baumann mit seiner Anfrage abgeblitzt beim KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. Der fand das Timing des Bremer Kollegen schräg, nannte es gar ein "unmoralisches Angebot". Zu Werder wechselt Hofmann nun wohl nicht und Baumann muss weiter suchen.

"Werder kann trotz allem oben mitspielen"

Obwohl der Start der Bremer holprig war und der letzte Auftritt gegen Paderborn desolat, will KSC-Coach Christian Eichner die Bremer nicht unterschätzen.

Bei so einem Namen, bei der Qualität, die trotz der zahlreichen Abgänge noch im Kader ist. Es ist ein Bundesliga-Absteiger, der trotz allem den Anspruch und auch die Hoffnung hegt, oben mitzuspielen und da erwarte ich sie auf Strecke auch.

KSC-Trainer Christian Eichner

Doch die grün-weiße Realität schmerzt dennoch. Auf Augenhöhe mit dem HSV, statt auf der Überholspur Richtung direktem Wiederaufstieg – wo Werders Weg mittelfristig hinführt, wird sich spätestens dann zeigen, wenn das Transferfenster am 31. August schließt und der Bremer Kader vollständig ist.

Bis dahin bleibt den Fans nur zu hoffen, dass Hofmann einen schlechten Tag erwischt und dass Stürmer Georgios Giakoumakis nichts dagegen hat, Essensgeld zu zahlen.

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 20. August 2021, 18:06 Uhr