Diese 5 Regionalliga-Klubs aus der Region kämpfen um Auf- oder Abstieg

Oberneulands Lars Tyca kämpft mit Werders Jakob Löpping um den Ballbesitz.
Bild: Imago | foto2press

Die Regionalliga startet heute in die Meisterrunde. Auch aus der Region mischen Teams um den Drittliga-Aufstieg mit – andere Klubs bangen hingegen um den Klassenerhalt.

In der Regionalliga-Nord geht es an diesem Wochenende in die heiße Phase. Nach dem Ende der ersten Saisonhälfte, in der die 21 auf zwei Staffeln aufgeteilte Teams mal mehr, mal weniger fleißig Punkte gesammelt haben, beginnt nun die Meisterrunde. Zehn Klubs nehmen an dem Wettbewerb teil, an dessen Ende sich der Sieger für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga qualifiziert. Für die anderen elf Mannschaften geht es hingegen in der Abstiegsrunde um den Verbleib in der vierthöchsten Spielklasse. Gleich fünf von ihnen werden am Saisonende den bitteren Gang in die Oberliga antreten müssen. Wir blicken auf die fünf Regionalliga-Vereine aus der Region und zeigen, wie ihre Chancen im Kampf um Auf- oder Abstieg stehen.

Aufstiegsrunde

1 VfB Oldenburg

Oldenburg-Kapitän Marcel Appiah disktuiert mit VfB-Coach Dario FOSSI
Peilen den Aufstieg an: Oldenburg-Kapitän Marcel Appiah (links) und Trainer Dario Fossi. Bild: Imago | Nordphoto

Die Oldenburger starten im Rennen um den Drittliga-Aufstieg auf der Pole-Position. Mit 17 Punkten nahm die Mannschaft von Trainer Dario Fossi mehr Zähler als sämtliche Konkurrenten mit in die Meisterrunde. Gerade zu Saisonbeginn eilte der VfB von Sieg zu Sieg, einzig gegen den VfV Hildesheim gingen die Oldenburger als Verlierer vom Platz.

In der Gruppenphase wussten die Oldenburger sowohl defensiv als auch offensiv zu gefallen. So kassierte der VfB – angeführt von Ex-Zweitliga-Spieler Marcel Appiah – ligaweit die wenigsten Gegentore. Vorne wiederum überzeugte das Team vor allem durch seine Breite: Gleich sechs VfB-Spieler erzielten fünf oder mehr Treffer. Der SC Weiche Flensburg, erster Gegner der Oldenburger am Samstag (13:30 Uhr in Flensburg), ist also gewarnt.

2 Werder Bremen II

Ärgster Verfolger der Oldenburger ist die Reservemannschaft von Werder Bremen. Das Team von Coach Konrad Fünfstück geht mit nur einem Zähler Rückstand auf den VfB ins Aufstiegsrennen. Mit 47 Treffern stellten die Grün-Weißen zudem die beste Offensive aller Nord-Regionalligsten.

Ihren Topscorer Justin Nijnmah (14 Tore, sechs Vorlagen) mussten die Bremer allerdings ziehen lassen: Der 21-Jährige schloss sich in der Winterpause der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund an. Beim Meisterrunden-Auftakt gegen den FC Teutonia 05 Ottensen (Sonntag, 14 Uhr in Hamburg) muss die Werder-Reserve zudem auf Torjäger Tim van de Schepop verzichten. Der Niederländer, der ebenfalls 14 Treffer erzielte, sah im letzten Spiel der Gruppenphase eine rote Karte und ist somit gesperrt.

3 Atlas Delmenhorst

Der SV Atlas Delmenhorst geht mit elf Punkten in die Meisterrunde. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass die die Mannschaft aus dem Stadtteil Düsternort in der Aufstiegsrunde um die vorderen Plätze mitmischt. Ohnehin aber entschieden sich die Delmenhorster nach einigem Hin und Her dagegen, eine mit hohen Auflagen verbundene Drittliga-Lizenz zu beantragen.

In der Gruppenphase holte die Mannschaft von Trainer Key Riebau ihre Punkte vor allem zu Hause. Während Atlas auswärts nur ein Sieg gelang, gingen sie im Städtischen Stadion an der Düsternortstraße gleich fünfmal als Sieger vom Platz. Zum Meisterrunden-Auftakt reisen die Delmenhorster jedoch in die Fremde: Am Freitag (20 Uhr) treffen die Blau-Gelben auswärts auf den VfB Lübeck.

Abstiegsrunde

4 SSV Jeddeloh II

Oliver Reck als Trainer von Regionalligist Jeddeloh an der Seitenlinie.
Tritt mit dem SSV Jeddeloh II in der Abstiegsrunde an: Ex-Werder-Torhüter Oliver Reck. Bild: Imago | Kirchner-Media

Die Ammerländer sind nur wegen des schlechteren Torverhältnisses gegenüber der Reserve von Hannover 96 in die Abstiegsrunde gerutscht. Im Kampf um den Regionalliga-Klassenerhalt verfügt Jeddeloh daher über einen komfortablen Vorsprung auf die bedrohlichen Plätze: Mit 18 Zählern weist das Team von Ex-Werder-Keeper Oliver Reck aktuell fast doppelt so viele Punkte auf wie der HSC Hannover, der mit zehn Zählern auf dem ersten Abstiegsrang steht.

Zum Auftakt der Abstiegsrunde, die bereits am vergangenen Wochenende startete, sprang für den SSV gegen Eintracht Norderstedt daheim jedoch nur ein 1:1-Unentschieden heraus. Am Sonntag treffen die Niedersachsen auswärts auf Phönix Lübeck (14 Uhr).

5 FC Oberneuland

In der Gruppenphase waren die Oberneulander das schwächste Team ihrer Staffel. Folglich nahmen sie in die Abstiegsrunde überschaubare acht Zähler mit. Immerhin aber holten die Rot-Weißen beim 1:1-Auftakt am vergangenen Wochenende nach Rückstand gegen St. Pauli II noch einen Zähler.

Auch dank des Punktgewinns mischt die Mannschaft von Neu-Coach Daniel Prause, der in der Winterpause den langjährigen Trainer Kristian Arambasic ersetzte, weiterhin mit im Rennen um den Klassenerhalt. Angesichts von inzwischen zwölf sieglosen Partien in Serie gehören die Oberneulander jedoch eher zu den Außenseitern. Zeit also, dass der FCO mal wieder als Sieger den Platz verlässt. Vielleicht ja schon am Sonntag (14 Uhr), wenn die Bremer in Norderstedt antreten.

So tickt der neue Trainer des FC Oberneuland

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, der Tag, 11. März 2022, 23:30 Uhr