Der VfB Oldenburg will am Samstag den Aufstieg klarmachen

Vor 12.000 Zuschauenden wollen die Oldenburger nach 25 Jahren in den Profifußball zurückkehren. Für Spiele in der 3. Liga könnte der VfB nach Lotte ausweichen.

Eine derartige Euphorie um den VfB Oldenburg gab es lange nicht mehr. Nach dem 2:0-Sieg am Samstag beim BFC Dynamo in Berlin stehen die Oldenburger kurz davor, nach 25 Jahren in den Profifußball zurückkehren. Statt SV Drochtersen/Assel und BSV Rehden hießen die Gegner dann TSV 1860 München oder Dynamo Dresden.

Damit es klappt, darf der VfB am Samstag (14 Uhr) im Rückspiel gegen die Berliner seine gute Ausgangsposition nicht mehr aus der Hand geben. Das Marschwegstadion ist seit Montag bereits ausverkauft. 12.000 Fans werden dann dabei sein. Und mit Ausnahme der 1.300 Berliner Fans werden sie alle hoffen, dass ihr Klub den Aufstieg schafft. Gelingt es, soll am Sonntagnachmittag die große Party am Oldenburger Marktplatz steigen.

Wo wird in der 3. Liga gespielt?

Offen ist allerdings noch, wo die Oldenburger im Falle des Aufstiegs in der 3. Liga spielen werden, denn das Marschwegstadion verfügt weder über ein Flutlicht noch über eine Rasenheizung. Sowohl die Sportfreunde Lotte als auch die Gemeinde Lotte bestätigen jedoch, dass sie den VfB im Stadion am Lotter Kreuz begrüßen würden, sofern der Klub dies wünscht. Dort könnte der Klub also vorerst Spiele im Profifußball absolvieren – auch wenn zwischen Lotte und dem Stadion am Marschweg mehr als 100 Kilometer liegen. Bis zum Mittwoch um 17 Uhr muss der Klub beim DFB ein mögliches Ausweichstadion für die 3. Liga benennen.

Im Oldenburger Rat wurde am Montagabend zudem der Aufstellungsbeschluss für einen Stadionneubau gefasst. Diesen wollte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann als "klares Signal in Richtung VfB und DFB" verstanden wissen. Offen ist allerdings, wer die Baukosten von derzeit kolportierten 40 Millionen Euro tragen soll.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit sportblitz, 29. Mai 2022, 19:30 Uhr