Kruse über seine Kündigung: "Seit Februar nahezu kein Gehalt"

Max Kruse hat seine Trennung von Fenerbahce Istanbul in einem "Brief an die Fans" erklärt. Der türkische Klub will Kruses Argumentation jedoch nicht akzeptieren.

Max Kruse läuft im Trikot von Fenerbahce Istanbul über einen Fußballplatz.
Max Kruse hat seinen Vertrag mit Fenerbahce Istanbul gekündigt, weil er seit Februar so gut wie kein Gehalt bekommen habe. (Archivbild) Bild: DPA | Mustafa Ciftci

Der ehemalige Werder-Kapitän Max Kruse hat die Trennung von seinem bisherigen Arbeitgeber Fenerbahce Istanbul mit ausstehenden Gehaltszahlungen begründet.

Auf seinem Instagram-Account schrieb der 32-Jährige in einem "Brief an die Fans" auf Deutsch, Türkisch und Englisch, er habe am Donnerstag mit sofortiger Wirkung gekündigt, weil der Klub "mir seit Februar 2020 nahezu mein vollständiges Gehalt nicht bezahlt hatte". Die bestehenden Rückstände seien zu einem "erheblichen Teil" bis dato nicht ausgeglichen worden. So sei er "bedauerlicherweise zu diesem Schritt gezwungen".

Fenerbahce will vor Gericht ziehen

Fenerbahce hatte am Vortag seinerseits mitgeteilt, Kruses Vorgehen sei "unfair und unbegründet" und einen Gang vor die Sportgerichte angekündigt. Kruse teilte nun mit, er habe die Menschen in der Türkei seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer von Werder Bremen als "überaus gastfreundlich kennen und schätzen gelernt" und bedankte sich "von Herzen bei den Fans". Zu weiteren Einzelheiten will der Angreifer sich in der Öffentlichkeit nicht äußern.

In 20 Ligaspielen erzielte Kruse sieben Tore für den 19-maligen Meister. Bei Wiederbeginn der türkischen Süper Lig am vergangenen Wochenende war er aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nicht einsatzfähig.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 19. Juni 2020, 23:30 Uhr