Falsche Angaben in Bremen? Staatsanwaltschaft klagt HSV-Profi Jatta an

Bakary Jatta  schaut frustriert im Trikot des HSV.

Hamburger Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen HSV-Profi Jatta

Bild: Imago | Joachim Sielski

Bakery Jatta soll bei seiner Ankunft als Flüchtling in Bremen 2015 einen falschen Namen und ein falsches Geburtsdatum angegeben haben. Nun ist Anklage erhoben worden.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen Profi Bakery Jatta (23) vom Hamburger SV Anklage vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Altona erhoben. Dem Angreifer werden Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz in vier Fällen sowie in einem weiteren Fall mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Montag hervor. Jatta war 2015 als Flüchtling in Bremen angekommen und soll bei seiner Registrierung falsche Angaben zu seiner Person gemacht haben. Weder seinen Namen noch sein Geburtsdatum soll er wahrheitsgemäß angegeben haben.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft soll Jatta eigentlich Bakary Daffeh heißen. 2019 hatte der "Fall Jatta" bundesweit für viel Aufsehen gesorgt. Demnach könnte der Offensivspieler aus Gambia eine Vergangenheit als Bakary Daffeh haben und zweieinhalb Jahre älter sein als bislang angenommen. Die folgenden Ermittlungen führten zunächst zu keinem Ergebnis. Jatta sprach von einer "Hexenjagd" und bedankte sich bei den Verantwortlichen des HSV, die ihn stets stützten. Im Vorjahr waren dann die privaten Wohnräume Jattas durchsucht worden. Dabei wurden Smartphones und Tablets sichergestellt.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Nachrichten, 6. Dezember 2021, 13 Uhr