Bremer SV oder Brinkum: Wer qualifiziert sich für den DFB-Pokal?

Video vom 27. Juni 2021
Die Spieler des Bremer SV feiern den Gewinn des Bremen-Pokals
Bild: Imago | Nordphoto
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Für die Bremer Vereine geht es im Landespokal-Finale um die Qualifikation für den DFB-Pokal. Dem Sieger winkt neben dem Duell mit einem "Großen" ein ordentlicher Geldregen.

Als der Bremer SV und der Brinkumer SV am Sonntagabend ins Landespokal-Finale einzogen, fielen die jeweiligen Siegesfeiern eher überschaubar aus. Denn selten trifft die alte Fußballweisheit "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" so zu, wie auf den diesjährigen Bremer Pokalwettbewerb: In nur anderthalb Wochen spielten die 28 teilnehmenden Teams über vier Runden die Finalteilnehmer aus. Ein Mammutprogramm, bei dessen Abschluss sich nun am Mittwochabend (19:30 Uhr) in der Oberneulander Marko Mock Arena die beiden Topteams der Bremen-Liga gegenüberstehen.

Einen Favoriten wollen die Kontrahenten nicht benennen. "Für mich ist es ein 50:50-Spiel", sagt Ralf Voigt, sportlicher Leiter des BSV. Ähnlich sieht es Brinkum-Manager Jörg Bender: "Das Finale wird sehr ausgeglichen sein. Beide Teams haben viele Spiele in kurzer Zeit in den Knochen."

Der BSV schaltete im Halbfinale den FC Oberneuland aus

Dass der BSV im Endspiel steht, kam für viele unerwartet. Schließlich traf der Klub aus dem Bremer Westen im Halbfinale auf Vorjahressieger FC Oberneuland. Doch der BSV besiegte den favorisierten Regionalligisten deutlich mit 4:1. "Überraschend war es schon, aber nicht unvorstellbar", resümiert Brinkum-Manager Bender. Auch für Voigt ist die Geschichte des Spiels schnell erzählt: "Wir waren an dem Tag einfach besser und haben verdient gewonnen", so der BSV-Verantwortliche.

Neben dem Gewinn des Landespokals geht es in der Finalpartie um den Einzug in den DFB-Pokal. Und damit auch um viel Geld: Im vergangenen Jahr erhielten die "kleinen" Pokal-Teilnehmer allein für die Qualifkation jeweils rund 130.000 Euro. Viel Geld für einen Verein aus der Bremen-Liga.

Bremer SV traf im Jahr 2015 auf Eintracht Frankfurt

Boris Koweschnikow vom Bremer SV spielt einen langen Pass gegen Eintracht Frankfurt.
Vor fünf Jahren trafen der Bremer SV und Boris Koweschnikow (links) im DFB-Pokal auf Eintracht Frankfurt. Der damalige Landespokal-Sieger unterlag nach starker Leistung mit 0:3. Bild: Imago | Nordphoto

Abgesehen von der finanziellen Motivation reizt natürlich auch der sportliche Stellenwert: In der 1. Pokalrunde warten lukrative Gegner aus der Bundesliga und 2. Liga auf die Amateur-Spieler. "Für eine solche Chance sollte man alles tun", sagt Voigt vom BSV. Der 56-Jährige weiß, wovon er spricht, schließlich lief sein Klub schon mehrfach im DFB-Pokal auf. Unter anderem im Jahr 2015, als man gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt nach starkem Auftritt mit 0:3 verlor. Brinkums Bender äußert sich ähnlich: "Wenn man diese Chance vor Augen hat, will man sich dafür zerreißen."

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 27. Juni 2021, 19:30 Uhr