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5. Schlappe in Serie: Werders Zeit der Ausreden ist vorbei

Eigentlich war Werder so gut wie durch, nun muss doch um den Klassenerhalt gezittert werden. Nach der 1:4-Pleite in Dortmund ist der Druck vor dem Mainz-Spiel enorm.

Werder-Stürmer Joshua Sargent hält sich verzweifelt die Hände an die Stirn nach einer vergebenen Torchance.
Nicht nur Werder-Stürmer Joshua Sargent verpasste in Dortmund die eine oder andere Torchance. Bild: Imago | Poolfoto

Florian Kohfeldt hatte diese Woche als "Schlüsselwoche" bezeichnet, nun wird es für den Werder-Coach und seine Elf am Mittwochabend um 20:30 Uhr ein Schlüsselspiel gegen Mainz 05 geben. "Am Mittwoch zählt's", betonte Kohfeldt am Sonntag bei Sky: "Ich erwarte, dass wir alle keine Ausreden suchen."

Dieses Mal, da hatten die Bremer noch eine Ausrede und vor allem viele Worte des Bedauerns, warum es mit den Punkten gegen eine Top-Mannschaft wie Borussia Dortmund nicht geklappt hatte. Nach einer halben Stunde war jede Hoffnung auf eine Überraschung gegen den BVB verpufft, am Ende besiegelte das 1:4 die fünfte Werder-Schlappe in Serie und damit einen neuen Vereins-Negativrekord.

Null Punkte und 14 Gegentore

Null Punkte aus fünf Spielen und dabei vier Tore geschossen und 14 kassiert – die Bremer Bilanz ist ernüchternd. Kohfeldt hatte so eine schwarze Serie schon einmal mit Werder durchlebt, zwischen Januar und Februar 2020. Auch damals hatte der BVB den Bremern die fünfte Schlappe verpasst. Der Klassenerhalt, dem sich Werder scheinbar schon so gut genähert hatte, ist nach der Niederlage in Dortmund wieder zur Zitterpartie geworden.

Rang 13 in der Tabelle mit 30 Punkten und nur noch vier Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz, das ist der brenzlige Status quo. Fünf Spieltage bleiben, aber es bleibt eben wenig Spielraum. Mainz steht als 14. nur zwei Punkte schlechter da als Werder und hat zudem noch das Nachholspiel gegen die Hertha in petto.

Am Mittwoch haben wir ein Must-Win-Spiel vor der Brust. Wir haben eine Serie von Niederlagen hinter uns, in denen wir uns oft die Tore selbst reingehauen haben. Wir wissen, welche Stunde geschlagen hat und müssen unbedingt gewinnen.

Werder-Verteidiger Marco Friedl bei Sky

"Wir müssen nach unten schauen"

Drei Punkte sind Pflicht, denn Werders Restprogramm hat es in sich: Union Berlin, Bayer Leverkusen, FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach. "Wir wissen um unsere Situation", mahnt Kapitän Niklas Moisander: "Wir müssen nach unten schauen."

Vielleicht mehr noch, weil gerade in dieser heiklen Situation Abwehrchef Ömer Toprak verletzt ausfällt und die "Slapstick-Tore", wie Kohfeldt zwei der vier Gegentreffer nannte, zeigten deutlich, dass die zuletzt eigentlich stabile Defensive immer anfälliger wird. Kohfeldt fordert eine Reaktion am Mittwoch, die Zeit der Ausreden ist bei Werder vorbei.

Wir müssen alles dafür tun, dass wir Mainz hinter uns lassen und den Sieg erzwingen. Ich kenne meine Mannschaft, den Charakter dafür haben wir. Da gibt es keinen Zweifel dran. Und dann bin nach wie vor überzeugt, dass es am Ende sicher für den Klassenerhalt reichen wird.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei Sky

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Kohfeldt zur BVB-Pleite: "Haben in 16 Minuten alles weggeschenkt"

Video vom 19. April 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt sitzt vor einer gelben Werbewand bei der Pressekonferenz nach dem Spiel in Dortmund.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 18. April 2021, 19:30 Uhr