Bremer SV und Trainer Eta trennen sich zum Saisonende

Der Trainer des Bremer SV Benjamin Eta posiert im Stadion am Panzenberg lächelnd für ein Foto.
Bild: Imago | Nordphoto

Benjamin Eta wollte mit dem BSV das Abenteuer Regionalliga angehen. Der Verein brauchte jedoch jetzt ein Bekenntnis des Trainers auch für die Bremen-Liga.

Eigentlich war es ein erfreulicher Abend für die Mannschaft des Bremer SV. Am heimischen Panzenberg gelang dem Bremen-Ligisten am Dienstagabend gegen die Leher TS ein souveräner 3:0-Sieg. Doch das, was Trainer Benjamin Eta seinen Spielern danach zu sagen hatte, war ein Stimmungskiller.

Eta und der Bremer SV werden sich nach dieser Saison trennen, der Verein wird mit einem neuen Trainer weiterarbeiten – möglicherweise in der Regionalliga, denn man kämpft fieberhaft für den Aufstieg. Eta wäre gerne geblieben für das Abenteuer Regionalliga. Doch der Verein brauchte jetzt eine Entscheidung, bevor feststeht, ob der Aufstieg wirklich klappt.

Ich habe lange darüber nachgedacht. Ich möchte in der nächsten Saison nicht mehr in der Bremen-Liga trainieren, sondern den nächsten Schritt machen. Etwas Neues habe ich noch nicht.

BSV-Trainer Benjamin Eta bei Bremen Eins

"Ich wäre gerne geblieben"

Der 41-jährige Eta hatte den Trainerposten im Juli 2020 übernommen und sein Team in der vergangenen Saison zum Sieg im Landespokal geführt. Zur Belohnung gab es das "Jahrhundertspiel" gegen den FC Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Der Zeitpunkt der Trennung kommt etwas überraschend, schließlich führt der BSV die Tabelle derzeit mit neun Punkten an. Allerdings würde sich eine Relegation anschließen, die über den Aufstieg entscheidet. "Ich wäre gerne geblieben, wenn wir in die Regionalliga aufgestiegen wären", fügt Eta im Gespräch mit Bremen Eins hinzu: "Aber der Verein braucht Planungssicherheit und will nicht abwarten. Ich wollte nicht für beide Ligen zusagen, daher trennen sich die Wege."

BSV will Nachfolger bald präsentieren

Gebunden an Bremen fühlt sich Eta nicht, ist offen für jedes Angebot. "Und falls nichts kommt, gucke ich eben ein halbes Jahr Fußball", sagt er gelassen.

Beim Bremer SV ist die Trainersuche offenbar schon weit fortgeschritten. In den nächsten Tagen wolle man Etas Nachfolger bekanntgeben, kündigt BSV-Manager Ralf Voigt an. Dass es mit Eta im Sommer nicht weitergeht, bedauert Voigt.

Das tut schon weh. Wir können seinen Wunsch zu 100 Prozent nachvollziehen, aber wir brauchen Planungssicherheit. Daher müssen wir uns einen Trainer suchen, der für beide Ligen da ist.

BSV-Manager Ralf Voigt bei Bremen Eins

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Bild: Radio Bremen | Janna Betten

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 26. April 2022, 7 Uhr