Einer aus 28: So wird im Bremer Pokal in 13 Tagen ein Sieger ermittelt

Die Tribüne des Stadions am Vinnenweg ist zu sehen. Ein Rasensprenger bewässert den Fußballplatz.
Das Finale des Bremer Landespokals findet am 30. Juni um 19:30 Uhr im Stadion am Vinnenweg in Oberneuland statt. Bild: Imago | Jan Huebner

Der Bremer Landespokal wird bis zum Ende des Monats im Schnellmodus ausgetragen. Kristian Arambasic vom FC Oberneuland warnt vor der Verletzungsgefahr für die Spieler.

Auf die Teams im Bremer Landespokal wartet eine echte Mammutaufgabe, denn aus 28 Teams soll schon bis zum 30. Juni ein Pokalsieger gekürt werden, der dann auch am DFB-Pokal teilnehmen darf – und dort eine Startprämie von etwa 130.000 Euro erhält.

Los geht es dabei am Freitag mit dem Sechzehntelfinale, an dem im Normalfall 32 Teams teilnehmen würden. Der Habenhauser FV, der SV Lemwerder, der SV Türkspor und der TSV Melchiorshausen machen allerdings von der Möglichkeit Gebrauch, sich straffrei aus dem Wettbewerb zurückzuziehen. Dadurch ziehen der SC Vahr Blockdiek, der VfL 07 Bremen, der FC Oberneuland und der ESC Geestemünde automatisch in das Achtelfinale ein. Alle Partien am Freitag werden zeitgleich um 19:30 Uhr angepfiffen. Einzig das Spiel zwischen Tura Bremen und der SG Findorff startet bereits um 18:30 Uhr.

Das Sechzehntelfinale im Überblick

HeimGast
Tura BremenSG Findorff
SV GrohnSC Borgfeld
SFL BremerhavenBrinkumer SV
FC Roland BremenSC Weyhe
TS Woltmershausen1. FC Burg
SG Aumund-VegesackTuS Komet Arsten
KSV Vatan SportLeher TS
OSC BremerhavenTuS Schwachhausen
ATSV SebaldsbrückBremer SV
TSV Farge RekumBSC Hastedt
FC Huchting FC Union 60

Spiele im 3-Tages-Rhythmus

Anschließend geht es Schlag auf Schlag weiter. Die zwölf Sieger vom Freitag sowie die vier Teams, die kampflos weitergekommen sind, bestreiten bereits am Montag (21. Juni) um 19:30 Uhr das Achtelfinale. Mit dem Viertelfinale geht es am Donnerstag (24. Juni), ebenfalls um 19:30 Uhr, weiter, ehe am Sonntag (27. Juni) um 15 Uhr die beiden Spiele im Halbfinale anstehen. Das Finale findet am 30. Juni im Stadion am Vinnenweg in Oberneuland um 19:30 Uhr statt.

Arambasic sieht Belastung kritisch

Der Sieger des Pokals würde dann nach der langen corona-bedingten Spielpause in 13 Tagen gleich fünf Spiele absolvieren. Für den FC Oberneuland, der 2019 und 2020 den Pokal gewonnen hat, stünden aufgrund des kampflosen Einzugs in das Achtelfinale noch vier Spiele in zehn Tagen an. "Es ist sicherlich nicht optimal, in so einer kurzen Zeit so viele Spiele zu absolvieren", moniert Kristian Arambasic. Der Trainer des Regionalligisten warnt vor der hohen Verletzungsgefahr für die Spieler.

Importiertes Bild
Kristian Arambasic, Trainer des FC Oberneuland, hadert mit der hohen Anzahl an Spielen in wenigen Tagen. Bild: Importer

Als ranghöchstes Team im Wettbewerb gilt der FCO als Favorit auf den Titel. Zumal die Oberneulander als Viertligist auch seit Januar trainieren konnten. "Wir wollen den Titel natürlich verteidigen", sagt Arambasic. Dass sein Team körperlich im Vergleich zur Konkurrenz im Vorteil ist, ist ihm bewusst. Zugleich betont er allerdings auch, dass die Spieler mittlerweile mental müde seien, weil lange auf einen möglichen Re-Start in der Regionalliga hingearbeitet wurde, den es dann doch nicht gab. "Die Mannschaft hat bereits drei Vorbereitungen hinter sich, die letztlich umsonst waren", betont Arambasic, der rassige Duelle erwartet und hofft, dass sein Team nicht von einem Underdog überrumpelt wird. "Die anderen Teams werden richtig heiß sein, weil sie endlich wieder spielen dürfen. Für meine Spieler hingegen würde jetzt eigentlich die Sommerpause anstehen."

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Autor

  • Karsten Lübben Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 4. Juni 2021, 19:30 Uhr