Werder hatte nie eine Chance bei Kruse

Die Bremer hatten sich im Sommer um die Rückkehr von Max Kruse bemüht. Doch der Ex-Kapitän betont in einem Interview, dass Werder nie eine Option für ihn war.

Max Kruse mit angespanntem Gesicht während des Trainings bei Union Berlin.
Neu bei Union Berlin: Max Kruse kündigte im Juni bei Fenerbahce Istanbul wegen ausstehender Gehaltszahlungen und kehrt nun zurück in die Bundesliga. Bild: DPA | Nordphoto/Hafner

Der Wunsch mag bei Werder Bremen im Sommer dagewesen sein, Max Kruse wieder an die Weser zu lotsen. Doch eine wirkliche Chance haben die Grün-Weißen offenbar nie gehabt, ihren ehemaligen Unterschiedspieler zurückzuholen.

Denn Kruse erzählte nun in einem Interview mit dem "Berliner Kurier", einzig Union Berlin und ein Wechsel in die MLS in den USA seien für ihn echte Optionen gewesen – Werder war raus.

Ich bin einfach nicht der Typ, der zwölf Jahre in ein und demselben Verein spielt. Ich brauche einen neuen Input, ich brauche etwas Außergewöhnliches.

Union-Profi Max Kruse im "Berliner Kurier", warum er nicht zu Werder zurückkehrte

Werder Bremen ist für Kruse abgehakt

Und außergewöhnlich war Werder für ihn eben nicht, da fühlte sich alles zu vertraut, zu gewohnt, zu abgegriffen an. Und Kruse wusste, dass er in Bremen seine Schuldigkeit getan hatte.

Ich habe in Bremen eine schöne Zeit gehabt, hab dem Verein viel zu verdanken, hab dem Verein aber auch geholfen, dass er wieder ein bisschen nach oben gekommen ist. Das war ein Geben und Nehmen.

Union-Profi Max Kruse im "Berliner Kurier"

Kruse bleibt sich weiterhin treu

Mit dem möglichen Wechsel in die USA habe er sich nur beschäftigt, weil sein Sohn dort lebt und er ihn öfter sehen wollte, so Kruse. Am Ende entschieden "Bauch und Kopf" aber für Union Berlin, da er "einfach Bock auf dieses Projekt" hatte. Und auch mit seinem Lebemann-Image hat Kruse keine Probleme – obwohl er von den Aussagen von Werders Sportchef Frank Baumann genervt war – ändern will und wird sich der 32-Jährige definitiv nicht mehr.

Ich habe mir nur vorgenommen, ich selbst zu bleiben. Und wenn ich was zu sagen habe, sag ich das. Es gibt ja keinen Menschen auf der Welt, außer meinen Eltern, der mir etwas verbieten kann. Man hat sich im Verein an gewisse Regeln zu halten, klar. Aber dass mir irgendwer aus der Medienlandschaft diktiert, was ich zu tun habe, so weit wird es nicht kommen.

Union-Profi Max Kruse im "Berliner Kurier"

Kruse nach Werder-Kritik: "Bin nicht für das Berliner Nachtleben hier"

Video vom 7. August 2020
Max Kruse schaut mit ernstem Gesicht bei seiner Vorstellung bei Union Berlin.
Bild: DPA | Annette Riedl

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 4. September 2020, 18:06 Uhr