Fischtown Pinguins: Die geliebte Rolle des Underdogs in der DEL

Auch in dieser Saison starten die Fischtown Pinguins mit dem kleinsten Etat in die neue DEL-Saison. Ihr Ziel: Die großen Teams aus München, Berlin und Mannheim erneut zu ärgern.

Die Mannschaft der Bremerhavener Fischtown Pinguins bei einem Mannschaftsfoto.
Kann das neue Team der Fischtown Pinguins in diesem Jahr wieder überraschen?

Die Fischtown Pinguins bleiben der Underdog der Liga. Ihr Etat beträgt in dieser Saison 4,5 Millionen Euro. Die Topclubs aus München (13,5 Mio.), Mannheim (13), Köln (11,5) und Berlin (11,5) haben deutlich mehr Geld zur Verfügung. "Wenn man über die Schulter guckt, weiß man in diesem Jahr gar nicht, wer hinter einem bleiben soll. Alle Mannschaften haben die Etats noch einmal richtig erhöht", so Alfred Prey, der Manager der Fischtown Pinguins.

Mike Moore von den Fischtown Pinguins
Kapitän Mike Moore ist in Bremerhaven geblieben. Bild: DPA | Gladys Chai von der Laage

Die Rolle des Davids im Kampf gegen Goliath liegt den Pinguins allerdings ganz gut. Zwei Jahre in Folge haben die Bremerhavener fast sensationell den Sprung in die Playoffs geschafft. Immer wieder haben sie den Topteams ein Bein stellen können. "Wir fühlen uns wohl, der kleine Hecht im Karpfenteich zu sein", so Prey.

Wir werden nie als Ziel die Meisterschaft ausgeben, aber trotzdem können wir doch träumen.

Thomas Popiesch, Trainer bei den Fischtown Pinguins

Aus wenig viel machen ist das Credo der Fischtown Pinguins. Fast jeder Transfer muss sitzen. Fehleinkäufe darf es eigentlich nicht geben. "Wir dürfen uns weniger Fehler erlauben als größere Vereine", sagt Trainer Thomas Popiesch, der auch in diesem Jahr mit den hohen Erwartungen der Fans zurecht kommen muss. Auch diesmal sollen die Playoffs erreicht werden.

"Die Leute können hohe Erwartungen haben, das sollen sie auch. Das wichtigste aber ist, wenn die Erwartungen nicht hundertprozentig erfüllt werden, dann dürfen sie auch nicht die Geduld verlieren und müssen die Mannschaft weiter unterstützen", so Popiesch.

Auch in diesem Jahr mussten die Fischtown Pinguins wieder zahlreiche Leistungsträger ersetzen. Bei seiner Einkaufstour durch Europa und Nordamerika hat Manager Alfred Prey eine bestimmte Art von Eishockey-Profi gesucht. "Wir bevorzugen Spielertypen, die man richtig anzünden kann", so Prey. Spieler, die sonst nicht den Sprung in die DEL geschafft hätten und Spieler, die sich mit der Rolle der Bremerhavener in der DEL identifizieren können. "Die Rolle des Underdogs motiviert diese Jungs. Es ist wie im richtigen Leben: Jeder ärgert den Großen ganz gern und ich hoffe, dass uns das auch in diesem Jahr wieder gut gelingen wird."

Am Freitag starten die Pinguins in die DEL-Saison mit einem Auswärtsspiel gegen die Krefeld Pinguine. Die Begegnung beginnt um 19:30 Uhr.

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  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. September 2018, 18:06 Uhr