Erster Matchball vergeben: Pinguins hoffen weiter aufs Achtelfinale

Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb kassiert ein Gegentor.
Bild: DPA/CTK | Roman Vondrous
Bild: DPA/CTK | Roman Vondrous

Das vorzeitige Weiterkommen in der Champions League haben die Bremerhavener in Prag knapp verpasst. Nun wollen sie ihre zweite Chance im Rückspiel nutzen – und setzen auf ihre Fans.

Den ersten Matchball haben die Fischtown Pinguins vergeben. Mit der 2:5-Niederlage am Mittwochabend bei Sparta Prag verpassten die Bremerhavener den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Auch wenn das Ergebnis auf dem Papier letztendlich deutlich ausfiel, hatten die Pinguins dem favorisierten Gegner lange Zeit mehr als nur Paroli geboten.

"Man hat gesehen, dass die Mannschaft sehr aufopferungsvoll gekämpft hat", sagte Pinguins-Coach Thomas Popiesch im Gespräch mit dem Sportblitz.

Wir hätten im zweiten Drittel ein, zwei Chancen besser nutzen müssen, dann wäre eine Überraschung vielleicht möglich gewesen.

Pinguins-Coach Thomas Popiesch im Gespräch mit dem Sportblitz

Pinguins plagen Personal-Probleme

Pinguins-Coach Thomas Popiesch gibt ein Interview.
War trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung seines Teams: Pinguins-Coach Thomas Popiesch. Bild: Radio Bremen

Zweimal hatte der Underdog aus dem hohen Norden gegen das Eishockey-Schwergewicht einen Rückstand wettgemacht. Mehr noch: Mitte des zweiten Drittels standen die Pinguins sogar kurz davor, erstmals in Führung zu gehen. Und das, obwohl die Bremerhavener mit reichlich Personal-Problemen in die tschechische Hauptstadt gefahren waren. Auf ganze fünf Stammspieler musste Popiesch verzichten, sodass unter anderem zwei Stürmer als Verteidiger auf dem Eis standen.

Erst im Schlussdrittel ging dem Außenseiter die Puste aus. Schuld daran waren auch die vielen Strafzeiten, die das Team im Mittelabschnitt kassiert hatte. "Wir haben bei den ganzen Unterzahlaktionen zu viel Kraft verloren. Das hat uns dann die Frische im Kopf gekostet", sagte Torhüter Maximilian Franzreb.

Am Ende haben wir leider zwei, drei dumme Fehler gemacht. Die Prager warten darauf, die sind schnell mit der Scheibe. Auf so einem hohen Niveau werden solche Fehler dann bestraft.

Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb im Gespräch mit dem Sportblitz

800 Pinguins-Fans feuerten ihr Team in Prag an

Großen Anteil daran, dass die Partie dennoch lange Zeit offen geblieben war, hatten auch die 800 mitgereisten Fans der Bremerhavener. "Sparta ist eine europäische Topmannschaft, aber mit der Unterstützung unserer Fans haben wir wirklich sehr gut dagegengehalten", sagte Trainer Popiesch. Selbst als die Partie schon lange vorbei war, hallten noch die Gesänge der Pinguins-Anhänger durch die Tipsport Arena. "Der Verein lebt von den Fans", so Popiesch. "Wie sie uns hier feiern, das ist einzigartig in Europa.

Schon am Dienstag treffen die Teams erneut aufeinander. In der Bremerhavener Eisarena haben die Pinguins dann ein weiteres Mal die Chance, in die K.o.-Runde der Champions League einzuziehen. Trotz des jüngsten Rückschlags und der Verletzungssorgen ist Goalie Franzreb guter Dinge, dass die Bremerhavener den zweiten Matchball im Rückspiel nutzen: "Wir haben oft genug bewiesen, dass wir gegen starke Teams bestehen können." Zumal die Pinguins dann noch einmal ein paar mehr Anhänger als im 550 Kilometer entfernten Prag im Rücken haben.

Wir haben es in eigener Hand, damit spielt es sich immer am besten. Dazu unsere Fans im hoffentlich ausverkauften Haus – die tragen uns dann durchs ganze Spiel.

Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb im Gespräch mit dem Sportblitz

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Autoren

  • Helge Hommers Redakteur und Autor
  • Dino Bernabeo Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. Oktober 2021, 18:06 Uhr