Pinguins fiebern dem "größten Spiel der Vereinsgeschichte" entgegen

Bremerhavener Fischtown Pinguins treffen in Prag auf viel Tradition

Video vom 5. Oktober 2021
Die Spieler der Fischtown Pinguins schwören sich auf das nächste Spiel ein.
Bild: Imago | Thomas Frey
Bild: Imago | Thomas Frey

Die Anspannung steigt bei den Bremerhavenern: Im Kampf ums Achtelfinale der Champions-League treffen die Fischtown Pinguins auf Eishockey-Schwergewicht Sparta Prag.

Für die Fischtown Pinguns rückt das nächste Highlight auf ihrer Europa-Tournee immer näher. Nach dem letzten Anschwitzen am Mittwochmorgen sind die Bremerhavener bereit für das Aufeinandertreffen mit Sparta Prag (19:30 Uhr). "Wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben", sagt Kapitän Mike Moore im Gespräch mit dem Sportblitz. "Seit vielen Jahren schaffen wir mehr, als man uns zutraut und diese Tradition wollen wir jetzt fortsetzen."

In der tschechischen Hauptstadt geht es für das Team von Trainer Thomas Popiesch um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Nach vier von sechs Vorrundenspielen sind die Pinguins vollkommen überraschend Gruppenerster. Sollten sie gegen Prag gewinnen und somit in die Runde der letzten Acht vorstoßen, wäre das eine Eishockey-Sensation.

Die Anspannung ist schon spürbar, aber wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Wir wollen ein sehr gutes Spiel abliefern, das ist unser erstes Ziel.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch im Gespräch mit dem Sportblitz

Sparta Prag ist ein europäisches Eishockey-Topteam

Fans der Fischtown Pinguins warten vor einer Eishockeyhalle.
800 Fans der Pinguins werden ihrer Mannschaft in Prag einheizen. Bild: Radio Bremen | Dino Bernabeo

Mit Sparta Prag trifft der Außenseiter aus Bremerhaven auf ein Eishockey-Schwergewicht. Der Klub ist fast 120 Jahre alt, hat zahlreiche Titel gewonnen, darunter acht nationale Meisterschaften. Kurzum: "Sparta ist im europäischen Eishockey ein großer Name", sagt Popiesch. Sein Kapitän ist ähnlicher Meinung: "Jede Mannschaft, die an der Champions League teilnimmt, ist stark. Prag aber hat eine lange Tradition und viele Erfolge gefeiert", so Moore. "Wir wissen, dass sie ein gutes Team haben, aber wir müssen uns vor allem auf uns selbst schauen."

Trotz des großen Gegners muss den kleinen Bremerhavenern nicht Angst und Bange sein. Gegen die Växjö Lakers und TPS Turku haben die Pinguins gezeigt, dass sie auch auf europäischer Ebene für Überraschungen sorgen können. Womöglich auch gegen Prag. "Wir wissen, wie sie funktionieren, wie sie denken", sagt Popiesch.

Wir müssen eine Balance finden zwischen gutem Defensiv-Eishockey und unserem Konterspiel. Die Chancen müssen wir dann auch präzise ausspielen und nutzen.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch im Gespräch mit dem Sportblitz

Rund 800 Pinguins-Fans feuern ihr Team an

Pinguins-Coach Thomas Popiesch gibt ein Interview.
Hofft auf ein gutes Eishockey-Spiel seines Teams: Pinguins-Coach Thomas Popiesch. Bild: Radio Bremen

Bis zu 5.000 Zuschauer werden für die Partie am Mittwochabend in der Tipsport Arena erwartet. Rund 800 davon kommen aus Bremerhaven. Einer von ihnen ist Mario Meseke. Der Fanvertreter ist mit rund 160 seiner Mitstreiter um sechs Uhr morgens in einen von zwei Reisebussen gestiegen, um sein Team in Prag nach vorne zu peitschen. "Für uns ist es das größte Spiel der Vereinsgeschichte", sagt Maseke im Gespräch mit Bremen Vier.

Eigentlich haben wir überhaupt keine Chance, da irgendwas zu holen. Aber es hat auch keiner damit gerechnet, dass wir als Underdog überhaupt etwas gewinnen und nun sind wir Tabellenführer.

Pinguins-Fanvertreter Mario Meseke im Gespräch mit Bremen Vier

Unter anderem mit 800 Fahnen und zwei Trommeln wollen die Pinguins-Anhänger ihren Teil dazu beitragen, dass den Bremerhavenern das Eishockey-Wunder gelingt. "Wir haben jede Menge Fans dabei, die ordentlich Stimmung machen können", sagt Fanvertreter Meseke. Oder anders ausgedrückt: "Es wir auf jeden Fall sehr laut."

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Autoren

  • Helge Hommers Redakteur und Autor
  • Keno Bergholz Moderator
  • Dino Bernabeo Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. Oktober 2021, 18:06 Uhr