Fischtown Pinguins verpassen die Eishockey-Sensation in Prag

Fischtown Pinguins verpassen die Eishockey-Sensation in Prag

Die Ersatzspieler der Fischtown Pinguins bejubeln einen Treffer ihres Teams.
Bild: Radio Bremen | Dino Bernabeo
Bild: Radio Bremen | Dino Bernabeo

Zwei Drittel lang halten die Bremerhavener in ihrem Champions-League-Gastspiel bei Sparta Prag gut mit. Letztendlich verlieren die Pinguins aber deutlich mit 2:5.

Die Fischtown Pinguins haben ihr womöglich "größtes Spiel der Vereinsgeschichte" deutlich verloren. Am Mittwochabend unterlagen die Bremerhavener in der Champions-League bei Sparta Prag mit 2:5 (2:2, 0:1, 0:2). Durch die Niederlage verpasste das Team von Trainer Thomas Popiesch zwar den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale, hat aber weiterhin alle Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde.

Die Spieler der Fischtown Pinguins stehen auf dem Eis, während ihre Fans auf den Rängen ihre Fahnen schwenken.
Die rund 800 mitgereisten Fans der Pinguins peitschten ihr Team schon vor Spielbeginn lautstark nach vorne. Bild: Radio Bremen | Dino Bernabeo

Von Beginn an waren die Tschechen in der Tipsport Arena die tonangebende Mannschaft. Folgerichtig musste Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb in der zwölften Spielminute erstmals hinter sich greifen. Prags Zdenek Dolezal hatte im Eins-gegen-Eins die Nerven behalten und souverän zur Führung abgeschlossen. Keine 30 Sekunden später brandete plötzlich Jubel bei den rund 800 mitgereisten Bremerhavenern auf: Mit einem starken Sololauf setze sich Niklas Andersen gegen die Sparta-Defensive durch und zog frei vorm Tor ab. Mit etwas Glück rutschte sein erst noch parierter Schuss über die Linie (12. Minute).

Drei Tore innerhalb von nur knapp 120 Sekunden

Kurz nach dem Ausgleichstreffer lagen die Pinguins aber schon wieder zurück, als David Kase völlig frei vor dem Pinguins-Tor die Nerven behielt und zum 2:1 einschob (14.) – der dritte Treffer innerhalb von nur knapp 120 Sekunden. Das letzte Wort in einem aufregenden ersten Drittel hatten jedoch die Pinguins: Eine Minute vor dem Ende stocherte Nino Kinder den Puck zum erneuten Ausgleich über die Linie (19.).

Im zweiten Drittel passierte lange Zeit nur wenig, bis auf einmal Pinguins-Torjäger Jan Urbas die Führung auf dem Schläger hatte. Nach feinem Pass von Ziga Jeglic scheiterte er aber knapp am gegnerischen Torhüter (30.). Direkt im Anschluss musste Urbas nach einem Stockschlag ins Gesicht seines Gegenspielers gleich für vier Minuten auf die Strafbank. Die Bremerhavener überstanden zwar die lange Unterzahl, doch kurz vor Ende des Mittelabschnitts netzte Sparta-Stürmer Patrik Prymula nach einer Unsortiertheit in der Pinguins-Defensive zum 3:2 ein (39.).

Pinguins erwischen schlechten Start im Schlussdrittel

Das Schlussdrittel begannen die Pinguins in Überzahl – doch den nächsten Treffer erzielten die Prager durch Michael Moravick (41.). Dem Unterzahl-Tor vorausgegangen war ein schlimmer Fehlpass von Bremerhavens Jeglic. Wenig später legte Ondrej Miklis mit einem präzisen Fernschuss nach (44.). Das Tor zum 5:2 war zugleich der letzte Treffer in einer Partie, die der favorisierte Gastgaber verdient gewann.

Schon am Dienstag treffen die Kontrahenten in Bremerhaven erneut aufeinander (19:00 Uhr). Im abschließenden Vorrundenspiel haben die Pinguins dann erneut die Chance, in ihrer Premieren-Saison in der Königsklasse gleich in die Runde der letzten Acht einzuziehen.

Bremerhavener Fischtown Pinguins treffen in Prag auf viel Tradition

Video vom 5. Oktober 2021
Die Spieler der Fischtown Pinguins lauschen in einer Pause den Erklärungen von Trainer Thomas Popiesch.
Bild: Imago | Thomas Frey
Bild: Imago | Thomas Frey

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Autor

  • Helge Hommers Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. Oktober 2021, 18:06 Uhr