Interview

Pinguins-Manager: "Hoffen, dass wir mit einem blauen Auge durchkommen"

Mehrere Spieler der Eisbären Berlin und Fischtown Pinguins kämpfen um den Puck.

Pinguins-Manager: "Hoffen, dass wir mit einem blauen Auge durchkommen"

Bild: Imago | Andreas Gora

Der Deutschen Eishockey Liga machen zahlreiche Corona-Fälle zu schaffen. Bremerhavens Manager Alfred Prey erzählt, wie die Teams mit der schwierigen Situation umgehen.

Geisterspiel am Freitag, Spielausfall am Sonntag – die Corona-Pandemie hat auch die Fischtown Pinguins weiter fest im Griff. Während die Bremerhavener am Freitag (19:30 Uhr) gegen den ERC Ingolstadt vor leeren Rängen auflaufen, ist das für Sonntag angesetzte Aufeinandertreffen mit den Iserlohn Roosters abgesagt worden. Grund dafür sind zahlreiche Corona-Fälle der Roosters, die sich nun in Isolation befinden – so wie momentan auch die Teams von Red Bull München und die Grizzlys Wolfsburg.

Wegen der vielen Absagen wird der Spielplan der Deutschen Eishockey Liga (DEL) massiv durcheinandergewirbelt. Die Spielpause, die die DEL wegen der Olympischen Winterspiele (4. bis 20. Februar) einlegt, könnte Abhilfe verschaffen. Ob die Saison zu einem sportlichen Ende findet, erscheint dennoch mehr als fraglich. Wir haben mit Pinguins-Manager Alfred Prey über die momentane Gemütslage der DEL-Teams gesprochen.

Herr Prey, wie groß sind aktuell die Sorgen bei den DEL-Klubs?
Natürlich haben wir Sorge, wie es mit dem Spielbetrieb weitergeht. Wir hoffen aber, dass wir – so wie in der Vergangenheit – mit einem blauen Auge durchkommen. Es gab bei uns die ein oder andere Spielabsage oder Verlegung, aber noch sind wir so aufgestellt, dass der Spielbetrieb einigermaßen zuverlässig durchgeführt werden kann. Wir hoffen, dass wir uns so durch die Olympia-Pause retten können und dann ein Großteil des Omikron-Sturms abgeritten ist, damit wir einigermaßen wieder zur Tagesordnung übergehen können.
Teammanager Alfred Prey spricht in die Kamera.
Sehnt die Olympia-Pause herbei: Pinguins-Teammanager Alfred Prey- Bild: Radio Bremen
Wie sehr beeinflusst die Corona-Pandemie den sportlichen Wettbewerb?
Natürlich ist das eine Sache, über die man diskutieren kann. Es hat ja auch bereits das eine oder andere Spiel mit dezimierten Kadern stattgefunden. Aber insgesamt muss man sagen, dass wir alle das gleiche Malheur haben. Man muss einfach sehen, dass man die Saison so über die Runden bringt, um am Ende einen deutschen Meister zu präsentieren, der dann auch dieses sportliche Prädikat verdient hat.
Gehört neben Fitness und Zweikampfwerten inzwischen auch das Corona-Management zu den Wettkampffaktoren?
Das Corona-Management nimmt einen Großteil des Tagesbetriebs ein. Aber das ist mehr oder minder die Aufgabe des Backoffice. Die Spieler sind damit weniger beauftragt – abgesehen von der Tatsache, dass sie sich öfters Mal mit einem Stäbchen in der Nase wiederfinden. Aber ansonsten können sie sich ihrer Hauptaufgabe, dem Eishockey-Spiel, widmen.

(Das Gespräch führte Olaf Rathje. Aufgezeichnet von Helge Hommers.)

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Bild: Radio Bremen

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  • Olaf Rathje Moderator

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Die Vier am Morgen, 7. Januar 2021, 8:40 Uhr