Vier Gegentore in Unterzahl: Fischtown Pinguins verlieren in Iserlohn

Die Bremerhavener drohen aus den direkten Playoff-Plätzen zu rutschen. Beim 3:4 gegen Iserlohn wachten sie zu spät auf.

Eishockeyspieler Alex Friesen guckt enttäuscht
Alex Friesen ist mit den Pinguins sicher in den Pre-Playoffs. Die direkte Qualifikation ist aber in Gefahr. Bild: Imago | Laegler

Die Formkurve der Fischtown Pinguins zeigt auf der Zielgeraden in Richtung Playoffs nach unten: Nach dem wenig überzeugenden Overtime-Sieg am Freitag gegen Köln, setzte es am Sonntag eine unglückliche 3:4-Niederlage gegen die Iserlohn Roosters. Gewinnen die Grizzlys Wolfsburg am Dienstag gegen die Kölner Haie, rutschen die Pinguins von Platz sechs – dann droht die Playoff-Qualifikation. "Die direkte Qualifikation würde einen riesigen Unterschied machen", sagte Pinguins Verteidiger Stefan Espeland nach dem Spiel bei Magenta TV. "Denn dann hätten wir eine zusätzliche Pause."

Wir müssen konstanter sein. Wir hatten in den letzten vier bis fünf Spielen immer eine schlechte Phase. Wenn wir das in den Griff bekommen, dann haben wir gute Chancen.

Pinguins-Verteidiger Stefan Espeland bei Magenta TV

Die Gastgeber gingen durch Alex Petan (6. Minute) und Bobby Raymond (11.) früh in Führung. Beide Treffer fielen im Powerplay. Und auch im zweiten Durchgang schien es nahtlos so weiter zu gehen: Bereits nach 21 Minuten traf Michael Clarke zum 3:0 – erneut waren die Pinguins in Unterzahl. Den Gästen drohte ein Debakel.

Doch dann wachte das Team von Trainer Thomas Popiesch auf und spielte deutlich aggressiver. Der erhöhte Druck machte sich bezahlt: Erst traf Top-Stürmer Jan Urbas nach einem starken Zuspiel von Ross Mauermann zum 1:3 (30.), dann legte der Slowene aus scheinbar unmöglichem Winkel nach (38.). Es waren seine Treffer Nummer 25 und 26.

Die Roosters verlegten sich nur noch aufs Kontern. Auch die Statistik sprach für die Bremerhavener: Allein im zweiten Durchgang schossen die Pinguins 23 Mal aufs Tor, die Roosters acht Mal.

Zeitstrafen bringen Pinguins erneut aus dem Konzept

Im Schlussdrittel gerieten die Gäste aber aus der Spur. Schuld waren erneut Zeitstrafen. In der vierten Unterzahl – Urbas saß für vier Minuten auf der Strafbank – brach der Wiederstand der Bremerhavener und Ryan O'Connor traf zum 4:2 (50.).

Schon drei Minuten vor dem Ende gingen die Gäste auf alles, Popiesch nahm seinen Torhüter Tomas Pöpperle vom Eis, um einen weiteren Feldspieler zu bringen. Das Risiko wurde belohnt: Unter hohem Druck von Mark Zengerle beförderte ein Iserlohner mit seinem Schlittschuh den Puck ins Tor – 3:4. Zu mehr reichte es aber trotz eines beeindruckenden Sturmlaufs nicht mehr.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. Februar 2020, 23 Uhr