Fischtown Pinguins verpassen knapp den Einzug ins Playoffs-Halbfinale

Ein Pinguins-Spieler schießt gegen Wolfsburg aus der Distanz aufs Tor.
Bild: Imago | osnapix

Fast hätten die Bremerhavener den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert. Doch im entscheidenden Playoffs-Spiel gegen Wolfsburg unterlagen sie mit 0:2.

Die Fischtown Pinguins haben das "Eishockey-Wunder" hauchdünn verfehlt. In der entscheidenden fünften Partie des Playoff-Viertelfinals verloren die Bremerhavener am Ostermontag bei den Grizzlys Wolfsburg mit 0:2 (0:1, 0:0, 0:1). Somit unterlagen die Pinguins den Niedersachsen in der Best-of-Five-Serie insgesamt mit 2:3.

Ein Weiterkommen ins Halbfinale hätte für das Team von Trainer Thomas Popiesch den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte bedeutet. Kein Wunder, dass die Enttäuschung bei den Pinguins groß war. „Wir haben viel investiert, aber Wolfsburg hat sehr gut gestanden und nicht viel zugelassen", sagte Popiesch bei "Magenta Sport". "Für die Mannschaft tut es mir wahnsinnig leid." Auch Torjäger Jan Urbas war sichtlich geknickt.

Das ist schon hart, aber so ist Eishockey. Wir haben in den letzten drei Spielen stark gespielt, aber es hat leider nicht gereicht.

Pinguins-Stürmer Jan Urbas bei "Magenta Sport"

Wolfsburg geht früh in Führung

Anders als in den beiden vorherigen Vergleichen hatten im entscheidenden Alles-oder-Nichts-Duell die Wolfsburger den ersten Treffer erzielt. Tyler Gaudet überwandt mit einem präzisen Schuss aus spitzem Winkel den machtlosen Pinguins-Goalie Maximilian Franzreb (6. Minute). Auf der Gegenseite waren die Pinguins in den ersten 20 Minuten nur selten gefährlich. Auch in Überzahl brachte ihre Offensive kaum klare Torchancen zustande. Mit einem leistungsgerechten 0:1 ging es in die erste Drittelpause.

In den Mittalbschnitt starteten die Bremerhavener mit ordentlich Dampf. Mehrfach kamen sie zu Abschlüssen, doch ein Treffer wollte nicht fallen. Auf der Gegenseite kam auch Wolfsburg zu Gelegenheiten. Die Niedersachsen scheiterten jedoch immer wieder am gewohnt zuverlässigen Franzreb. Weil weder nach einer Strafzeit für die Pinguins noch für die Grizzlys ein Treffer fiel, endete das zweite Drittel torlos.

Pinguins drängen auf den Ausgleich

Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb wartet auf den Anpfiff der Partie.
Verließ in den letzten zwei Spielminuten das Eis: Pinguins-Goalie Maximilian Franzreb. Bild: Imago | Jan Huebner

Im dritten Spielabschnitt brauchten die Bremerhavener also um jeden Preis einen Treffer. Angefeuert von ihren ebenso zahlreichen wie lautstarken Fans suchten sie den Weg nach vorne. Große Chancen auf den Ausgleich hatten sie vorerst aber keine – zumal den Pinguins immer mehr die Zeit davonlief.

In den letzten drei Minuten belagerten die Gäste das Tor der Wolfsburger, die sich vor ihrem Gehäuse einigelten. Popiesch nahm eine Auszeit und schärfte seine Spieler auf die letzten 120 Sekunden ein. Zudem setzte der Pinguins-Coach seinen finalen Trumpf ein und nahm Franzreb vom Eis. Doch der Plan, mit einem Feldspieler mehr zum Ausgleich zu kommen, schlug fehl. Mehr noch: Wolfsburgs Spencer Machacek traf mit einem Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte zum 2:0.

Nach dem "Empty Netter" war das Spiel entschieden. Doch kaum war die Partie vorbei, richteten die Bremerhavener den Blick aber schon wieder nach vorne. "Wir haben eine gute Saison gespielt und müssen es dann eben im nächsten Jahr schaffen", sagte Franzreb.

Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs.

Pinguins-Torhüter Maximilian Franzreb bei "Magenta Sport"

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. April 2022, 17 Uhr