Nach dem Playoff-Drama: Wie geht es weiter für die Fischtown Pinguins?

Die Pinguins-Spieler bedanken sich bei ihren Fans.

Fischtown Pinguins verpassen knapp den Einzug ins Playoffs-Halbfinale

Bild: Imago | Jan Huebner

Trotz des bitteren Aus überwiegt bei den Bremerhavenern der Stolz. Zumal die Planungen für die neue Saison schon wieder auf Hochtouren laufen – Trainer-Verlängerung inklusive.

Auch am Morgen danach ist die Stimmung noch gedrückt bei den Fischtown Pinguins. Zu tief sitzt die Trauer nach der so knappen wie bitteren 0:2-Niederlage in Wolfsburg am Ostermontag und dem damit verbundenen Aus in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

"Wenn man realisiert, dass man ausgeschieden ist, ist die Enttäuschung und die Leere schon sehr groß", sagte Pinguins-Trainer Thomas Popiesch dem Sportblitz. Ähnlich fiel die Gefühlswelt bei Manager Alfred Prey aus: "Natürlich schmerzt das."

Wir waren nah dran. Aber Fortuna hatte gestern kein Bremerhaven-Trikot an und so kam es, wie es kommen musste. 

Pinguins-Manager Alfred Prey im Sportblitz

Pinguins sind stolz auf das Erreichte

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch gibt ein Interview.
Steht seit sechs Jahren bei den Pinguins an der Bande: Coach Thomas Popiesch. Bild: Radio Bremen

Trotz der Trauer über die verpasste Chance, erstmals in der Vereinsgeschichte ins Halbfinale der Playoffs einzuziehen, überwiegt in Bremerhaven die Freude über das Erreichte. "Grundsätzlich haben wir eine gute Saison gespielt", resümierte Popiesch. Angefangen mit der Teilnahme an der Champions Hockey League, in der die Pinguins europaweit für Furore sorgten, hin zum anvisierten sechsten Tabellenplatz in der DEL-Hauptrunde. Und damit verbunden die Teilnahme an den Playoffs, in denen die Bremerhavener die ersten beiden Aufeinandertreffen mit Wolfsburg noch deutlich verloren. Doch nach einem Kraftakt glichen sie noch zum 2:2 aus, bevor sie schließlich im Alles oder Nichts-Duell das Nachsehen hatten.

Wir haben viele Sachen richtig gemacht, doch am Schluss zählen die Tore. Nach einem 0:2-Rückstand noch ein Entscheidungsspiel zu erzwingen, muss man aber auch positiv sehen.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch im Sportblitz

Verlängert Popiesch seinen Vertrag?

Wie so oft brachte der Underdog aus Bremerhaven also auch in diesem Jahr die Eishockey-Welt zum Staunen. Denn ungeachtet der begrenzten finanziellen Spielräume, ziehen die Pinguins seit ihrem DEL-Aufstieg jede Saison aufs Neue in die Playoffs ein. In dieser Spielzeit schon das sechste Jahr in Folge. "Wir haben hier einen Standort aufgebaut, der in der DEL und auch überregional anerkannt wird", so Popiesch. "Der Respekt vor Bremerhaven ist da im Eishockey.

Der Pinguins-Coach ist neben Prey und Geschäftsführer Hauke Hasselbring einer der Hauptarchitekten des Erfolgs. Ob er das auch noch in Zukunft sein wird, steht noch aus, denn der Vertrag des 56-Jährigen läuft aus. Der Erfolgstrainer betont aber: "Solange die Leute mit mir zusammenarbeiten wollen, werde ich bleiben." Auch die Signale von Vereinsseite sind eindeutig.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir nach sechs erfolgreichen Jahren sagen: Wir wollen diesen Trainer nicht mehr haben. 

Pinguins-Manager Alfred Prey im Sportblitz
Pinguins-Manager Alfred Prey gibt ein Interview.
Hat momentan alle Hände voll zu tun: Pinguins-Manager Alfred Prey. Bild: Radio Bremen

In der Geschäftsstelle der Pinguins laufen die Planungen ohnehin auf vollen Touren. Schließlich ist die letzte Saison kaum vorbei, steht schon die nächste vor der Tür. Viel zu tun also für Prey und Hasselbring, die in den kommenden Tagen neben Popiesch auch mit den Spielern über ihre Zukunft sprechen werden. Doch nicht nur das: "Wir verhandeln auch schon mit Spielern, die noch nicht im Kader sind", so Prey.

Zugleich wollen die Pinguins die vergangene Spielzeit zu einem würdigen Ende bringen. Soll heißen: Verein und Spieler möchten sich bei den Fans bedanken, die nach langer Geisterspiel-Durststrecke ihre Mannschaft wie zuletzt in Wolfsburg immer wieder nach vorne gepeitscht haben. Steigen soll die Saisonabschluss-Feier bereits am Samstag (Beginn um 17 Uhr) auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz in Bremerhaven. Garniert mit guten Nachrichten für die eigenen Anhänger, verspricht Prey.

Wir hoffen, dass wir dann vor Publikum die ein oder andere Vertragsverlängerung bekanntgeben können. Es gibt auf jeden Fall einiges zu erfahren.

Pinguins-Manager Alfred Prey im Sportblitz

Pinguins sind stolz auf eigene Leistung – trotz Saison-Aus

Bild: Imago | Jan Huebner

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. April 2022, 17 Uhr