5 Fakten vor Werders Duell gegen Mönchengladbach

Nach zwei Niederlagen in Folge hat Werder Bremen etwas gutzumachen. Doch Vorsicht: Borussia Mönchengladbach hat einen Werder-Spezialisten in den Reihen.

Lars Stindl nimmt den Ball an. Hinter ihm steht Philipp Bargfrede.
Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im März endete 2:2. Ob Philipp Bargfrede heute mitmischen kann, ist unklar. Er hat Wadenprobleme. Bild: imago | Eibner

1 Zwei Gewinner-Teams treffen aufeinander

Auch wenn nach den jüngsten Ergebnissen bei Werder die Stimmung etwas gedämpft sein mag: Mit Werder und Gladbach treffen zwei Gewinner der Saison aufeinander. Der 11. (Werder) und 9. der vergangenen Saison stehen beide im oberen Tabellendrittel. Die Borussia belegt nach dem souveränen 3:0 gegen Düsseldorf sogar den 2. Rang zwischen den Dortmundern und den Bayern. Im Vergleich zum Stand vor einem Jahr hat sich aber Werder noch mehr verbessert. In der vergangenen Saison waren die Bremer nach zehn Spieltagen siegloser Vorletzter, jetzt stehen sie auf Platz sechs.

2 Angstgegner Lars Stindl

Einer der besten Einkäufe der Borussia in den letzten zehn Jahren war zweifellos Lars Stindl. Der Kapitän war in 95 Bundesliga-Spielen für Mönchengladbach an 50 Toren beteiligt, gleichmäßig aufgeteilt auf 25 eigene Treffer und 25 Assists. In Bremen will er seinen 250. Bundesliga-Einsatz gebührend feiern. Der Gegner ist jedenfalls der richtige, nur gegen Bremen erzielte Stindl in der Bundesliga schon sieben Tore, gab zudem sechs Vorlagen gegen den SVW.

3 Auswärts gewann Gladbach "nur" bei Bayern

Mönchengladbach gewann als einziges Team alle fünf Heimspiele dieser Bundesliga-Saison. Auswärts ist die Bilanz allerdings durchwachsen. Der einzige Sieg als Gast gelang ausgerechnet in München, und das souverän mit 3:0. Dazu gab es Niederlagen in Berlin und zuletzt Freiburg; in Augsburg und Wolfsburg holte die Borussia einen Punkt. Mit Bremen treffen sie auf ein heimstarkes Team. Vor der Niederlage gegen Leverkusen waren die Grün-Weißen in 16 Heimspielen ungeschlagen.

4 Konteranfällig: Beide Teams gingen gegen Leverkusen unter

Das letzte Heimspiel gegen Leverkusen war ein echter Schock für Werder. Die sonst so stabilen Bremer kassierten gegen die bis dahin kriselnde Herrlich-Elf sechs der 16 Saisongegentore in der Bundesliga, ließen sich alleine dreimal mit Torfolge auskontern.

Gladbach machte es nicht besser und fingen sich drei Tage später im Pokal gegen Bayer eine 0:5-Heimklatsche ein. Werder und die Borussia sind Teams, die nach vorne spielen wollen und dabei eine gewisse Konteranfälligkeit in Kauf nehmen; das spielte Leverkusen voll in die Karten. Bei Werder und der Borussia ist der Anteil der Gegentreffer nach Kontern extrem hoch und man darf gespannt sein, welches Team diese Schwäche des Gegners in Bremen besser ausnutzen kann.

5 Taktik-Zwillinge

In dieser Saison ist ein 4-3-3-System mit zwei Achtern der letzte Schrei, das gilt nicht nur für die Nationalmannschaft. Protagonisten dieser Taktik in der Bundesliga sind unter anderem Werder und Mönchengladbach. Variationen von Florian Kohfeldt (Dreierkette gegen Leverkusen, Doppelsechs in Mainz) gingen schief. Dieter Hecking, der schon immer eher für Beständigkeit in Sachen Taktik stand, hält an seinem erfolgreichen neuen System fest.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 9. November 2018, 18:06 Uhr