Interview

5 Fragen zur Niederlagenserie an Pinguins-Trainer Popiesch

Dreimal hintereinander verloren, nur ein Sieg in fünf Spielen: Warum die Fischtown Pinguins derzeit nicht punkten, Coach Thomas Popiesch aber trotzdem zufrieden ist.

Thomas Popiesch hält sich nachdenklich die Hand an den Kopf
Sieht die Mannschaft auf Kurs: Thomas Popiesch. Bild: Imago | DeFodi
Zu Saisonbeginn standen Sie nach 13 Spielen auf Platz 3 der DEL. Danach haben Sie in fünf Spielen nur ein Mal gewinnen können – und sind nun auf Rang 6 abgerutscht. Woran liegt es?
Wir haben vor der Länderspielpause gegen sehr starke Mannschaften gespielt. Gegen München, den Tabellenersten, und gegen Straubing, den Zweiten. Und jetzt gegen die Berliner. Wir sind natürlich immer ergebnisorientiert und werden auch daran gemessen. Aber wir haben in allen Spielen gezeigt, dass wir mithalten können. Jetzt müssen wir wieder Wege finden, um diese Spiele zu gewinnne. Wir müssen uns auf Kleinigkeiten konzentrieren und die besser machen.
Welche Kleinigkeiten sind das?
Wir müssen in der Offensivzone die Scheiben nicht nur aus Top-Positionen zum Tor bringen. Sondern manchmal auch aus Situationen, die vielleicht nicht so vielversprechend sind, aber dann die Chance für eine zweite Aktion vorm Tor bieten. Und wir müssen in der Defensivzone noch mehr Schlägerkontrolle haben, noch mehr am Mann spielen. Insgesamt das Quentchen mehr machen.
Wie zufrieden sind Sie nach dem ersten Drittel der Hauptrunde?
Sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Wir haben vielleicht in den ersten Spielen mehr Punkte geholt, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Auch dieses Jahr mussten wir wieder viele neue Spieler integrieren, das ist nicht ganz so einfach. Und die Liga ist sehr stark. Die gegnerischen Teams haben sich verbessert. Aber wir sind genau in der Position, die wir haben wollten: Wir sind mittendrin, können weiterarbeiten und uns auf das zweite Drittel konzentrieren.
Sie sprechen die neuen Spieler an: Wie weit sind die?
Die Spieler sind charakterlich top. Sie geben in jedem Spiel alles und versuchen sich in jedem Training zu verbessern. Damit bin ich wirklich sehr zufrieden. Jetzt müssen wir schauen: Wie passt die Chemie zwischen den einzelnen Leuten. Da probieren wir noch ein bisschen. Aber alle Spieler haben sich sehr gut integriert.
Am Sonntag spielen Sie in Mannheim. Was erwarten Sie, worauf kommt es an?
Mannheim ist eine absolute Top-Mannschaft. Von der Qualität her die stärkste Mannschaft in der Liga. Aber zuletzt haben sie Ergebnisse nicht erzielt. Ich weiß, dass sie sehr viel Druck machen werden in der Startphase in Mannheim. Da müssen wir unbedingt dagegen halten und unsere Zone klären. Und wenn wir dann im Spiel sind, müssen wir ganz konsequent unsere Chancen nutzen. Weil wir nicht viele bekommen werden.

Die Fischtown Pinguins spielen ihr nächstes Spiel in der DEL am Sonntag, 17. November 2019, um 17 Uhr bei den Adlern in Mannheim.

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Autor

  • Bastian Mojen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 15. November 2019, 22 Uhr