Corona und Olympia: Für die Pinguins läuft die Terminhatz

Pinguins-Spieler Jan Urbas in Aktion auf dem Eis.
Nach den Olympischen Spielen müssen die Fischtown Pinguins 14 Partien innerhalb von vier Wochen absolvieren. Bild: Imago | Stefan Ritzinger

Fast täglich gibt es in der Eishockey-Liga neue Spielabsagen und das Zeitfenster für Neuansetzungen wird eng. Auch bei den Bremerhavenern macht man sich Gedanken.

Den ersten Kraftakt, den haben die Fischtown Pinguins erfolgreich überstanden. Zwei Nachholspiele binnen 24 Stunden gegen die Schwenninger Wild Wings in eigener Halle, die haben die Bremerhavener beide für sich entscheiden können. Und das, obwohl die Pinguins-Spieler erst kurz zuvor aus der Team-Quarantäne gekommen waren.

"Wir sind vom Wohnzimmersessel aufs Eis gegangen nach zehn Tagen ohne Training", erklärte Pinguins-Manager Alfred Prey im Gespräch mit dem Sportblitz: "Das war eine stolze Leistung, Chapeau."

Fast täglich Corona-Absagen

Doch obwohl die Bremerhavener nun ein paar Tage Pause haben, bleibt in den kommenden zwei Monaten kein bisschen Zeit zum Luftholen. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kommen fast täglich Spielabsagen aufgrund von Corona-Fällen hinzu, die Terminhatz wird chaotisch.

Schon vor einer Woche gab es die Forderung, eine Liga-Unterbrechung anzusetzen, doch die lehnten die DEL-Verantwortlichen ab. TV-Verträge, Sponsorenverpflichtungen lassen wenig Spielraum. Doch sollten die Infektionen unvermindert anhalten, werden wohl nicht mehr alle Spiele nachgeholt werden können.

Nach Olympia Spiele im Zwei-Tage-Rhythmus

Fast 70 Partien sind es Stand jetzt bereits, die bis zum Saisonschluss Ende März integriert werden müssten. Ein kaum mögliches Unterfangen. Die Liga sucht nach Lösungen und Anfang der kommenden Woche soll es eine Videokonferenz mit den Vereinen geben, um zu beratschlagen.

Am 4. Februar beginnen zudem in Peking die Olympischen Winterspiele, drei Pinguins-Profis sind für Dänemark mit dabei. In dieser Zeit pausiert die DEL – eigentlich. Die Bremerhavener bestreiten in diesen zwei Wochen jedoch zwei weitere Nachholspiele, eventuell sogar vier, falls man sich mit den Adler Mannheim einigt.

Nach Olympia bis zum 27. März spielen wir fast jeden zweiten Tag. Ich sehe da keinen Platz, um Nachholspiele zu platzieren. Wir müssen eine Lösung finden.

Pinguins-Manager Alfred Prey im Sportblitz

Spielanzahl reduzieren?

Allein 14 Spiele müssen die Pinguins nach den Winterspielen absolvieren, plus den beiden Mannheim-Nachholpartien, die noch nicht terminiert sind. Dass keine weiteren Absagen hinzukommen, scheint momentan mehr als unwahrscheinlich. Prey hat einen Vorschlag.

Ich könnte mir vorstellen, dass man sich darauf einigt, keine normale Doppelrunde zu spielen, sondern dass jede Mannschaft nur drei Mal gegeneinander spielt, um die Anzahl der Spiele zu reduzieren.

Pinguins-Manager Alfred Prey im Sportblitz

Anfang nächster Woche dürfte es mehr Klarheit geben, wie es in der DEL weitergeht. Die Zeit drängt und die Terminhatz ist für alle Klubs längst in vollem Gange.

Pinguins-Start nach Quarantäne: "Vom Wohnzimmersessel aufs Eis"

Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 28. Januar 2022, 18:06 Uhr