Pinguins verlieren Spiel und Stammtorhüter Pöpperle

In Iserlohn setzte es eine 1:5-Niederlage für die Bremerhavener. Pöpperles Verletzung gaben die Pinguins knapp vor dem Spiel bekannt. Er wird Bremerhaven wochenlang fehlen.

Eishockeyspieler Michael Moore schaut bedröppelt
Auch Kapitän Michael Moore konnte die Niederlage in Iserlohn nicht verhindern. Bild: Imago | DeFodi

Der Abwärtstrend der Fischtown Pinguins setzt sich fort: Nach nur fünf Punkten aus den letzten elf Spielen haben die Bremerhavener auch beim DEL-Vorletzten Iserlohn Roosters verloren. Am Freitagabend kassierte das Team von Trainer Thomas Popiesch ein 1:5 (2:0, 2:1, 0:1).

Den heftigsten Tiefschlag mussten die Pinguins bereits vor dem ersten Bully einstecken: Stammtorhüter Tomas Pöpperle fällt wochenlang aus. Bereits am Donnerstag hatte er das Training abbrechen müssen, kurz vor dem Spiel verkündete Teammanager Alfred Prey die schlechte Nachricht: Pöpperle hat sich schwer an der Hand verletzt. Nähere Details wurden zwar nicht genannt. Doch offenbar ist es so ernst, dass Prey bereits auf der Suche nach Ersatz ist. Mit Patrik Cerveny haben die Pinguins zwar einen zweiten Mann, doch der Verein scheint dem 22-Jährigen die Rolle als Nummer eins noch nicht zuzutrauen.

Und der junge Keeper wurde dann auch gleich eiskalt in Iserlohn erwischt: Nach knapp vier Minuten wurde er das erste Mal überwunden. Tim Fleischer verarbeitete eine Vorlage von Julian Lautenschlager zum 1:0. Zwar hatten auch die Pinguins Chancen. Doch nach einer Viertelstunde ließ Cerveny einen Fernschuss von Ryan O'Connor abprallen und Alexandre Grenier staubte mühelos zum 2:0 für die Gastgeber ab.

Bremerhaven drückt, Iserlohn kontert

Im zweiten Drittel machten es die Pinguins besser und nutzten eine doppelte Überzahl zum Anschlusstreffer. Nach Vorarbeit von Tomas Sykora und Mark Zengerle. Danach drückten die Gäste auf den Ausgleich, kamen zu Chancen, scheiterten immer wieder an Heim-Goalie Andreas Jenike – und fingen sich einen Konter ein. Alexander Petans 3:1 erwischte die Pinguins mit einem präzisen Schuss eiskalt (36.). Wenig später ging es erneut schnell, Daniel Weiß legte den Puck quer und Lautenschlager vollendete zum 4:1 für Iserlohn (39.).

Im ersten Drittel war ich nervös, das zweite war okay, im letzten Drittel hatte ich dann ein gutes Gefühl. Wenn das so weiter geht, wird es super.

Fischtown-Torhüter Patrik Cerveny nach seinem ersten Spiel seit Monaten

Ins finale Drittel starteten die Pinguins wütend. Doch als der schnelle Anschlusstreffer ausblieb, verpuffte die Energie und die Pinguins ergaben sich in ihr Schicksal. Auch als die Gäste schon mehr als zwei Minuten Goalie Cerveny aus dem Tor nahmen, brachten die Pinguins nichts zwingendes mehr zustande. Stattdessen traf Brett Findlay nach einem krassen Fehler im Aufbauspiel der Bremerhavener ins leere Tor.

Am Sonntag treffen die Pinguins in der Bremerhavener Eisarena auf die Nürnberg Icetigers.

Stefan Espeland: Eishockey-Profi mit Doppelleben

Stefan Espeland mit erschöpftem Gesichtsausdruck nach dem Spiel auf dem Eis.
Bild: Imago | DeFodi

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. November 2019, 23 Uhr