Jubel in Bremerhaven: Pinguins-Coach Popiesch ist Trainer des Jahres

Die Deutsche Eishockey Liga verleiht dem 55-Jährigen die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. Möglich, dass es für Popiesch bald noch einen weiteren Grund zum Feiern gibt.

Video vom 2. Mai 2021
Pinguins-Cheftrainer Thomas Popiesch schreit.
Bild: Imago | Stefan Ritzinger

Große Ehre für Pinguins-Coach Thomas Popiesch: Der Bremerhavener ist von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum Trainer des Jahres ernannt worden. Das gab die DEL am Sonntagnachmittag auf ihrer Homepage bekannt. Dass die Jury, zu der Manager, Trainer und Kapitäne der DEL-Teams sowie ausgewählte Journalisten gehörten, sich für ihn entschieden, kam für Popiesch überraschend, wie er im Gespräch mit dem Sportblitz sagte.

Die Freude ist natürlich groß. Die Auszeichnung ist auch eine Anerkennung für die Fischtown Pinguins, worauf wir wahnsinnig stolz sind.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch im Gespräch mit dem Sportblitz

Die Experten kürten den 55-Jährigen bereits zum zweiten Mal zum Trainer des Jahres. Auch im Jahr 2018 hatte er die Auszeichnung erhalten. Damals war Popiesch mit seinen Fischtown Pinguins in der zweiten Saison nach dem Aufstieg in Deutschlands Eishockey-Oberhaus erneut ins Playoff-Viertelfinale eingezogen. Eine Leistung, die den Bremerhavenern in der aktuellen Saison ebenfalls gelang.

Pinguins schielen auf die Champions-League

Trotz ihrer angestammten Außenseiterrolle belegten die Pinguins nach dem Ende der vergangenen Hauptrunde den zweiten Tabellenrang – was vor Saisonbeginn wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. In den Playoffs trafen die Bremerhavener dann auf die Grizzlys Wolfsburg, gegen die sie in der Best of Three-Serie trotz guten Starts das Nachsehen hatten. "Wir versuchen jedes Jahr, uns zu verbessern", sagte Popiesch. "Wenn man so eine Auszeichnung bekommt, hat man als Verein nicht so viel falsch gemacht."

Wenngleich die Bremerhavener somit bereits im Viertelfinale ausschieden, schielen sie noch mit einem Auge auf die Qualifikation für die Champions League. Denn je nachdem, wer den DEL-Titel für sich entscheidet, könnte Popiesch mit seiner Mannschaft im nächsten Jahr erstmals in der europäischen Königsklasse aufs Eis gehen. Sollten die Eisbären Berlin im Duell mit Wolfsburg die Oberhand behalten, dürfen in Bremerhaven erneut die Sektkorken knallen. Die erste von drei möglichen Partien gewannen am Sonntag allerdings die Grizzlys.

Pinguins-Coach Popiesch: "Eine Bestätigung für den gesamten Verein"

Video vom 2. Mai 2021
Eishockey-Trainer Thomas Popiesch, im Gespräch, über Video zugeschaltet. Er blickt in die Kamera.
Bild: Radio Bremen

Gutes Zeugnis als Aushilfs-Bundestrainer

Neben der persönlichen Auszeichnung und den Erfolgen mit seinem Verein, sorgte Popiesch in dieser Spielzeit auch in anderer Funktion für Aufsehen: Im November half der 55-Jährige bei der deutschen Nationalmannschaft als Coach aus. Das Engagement währte zwar nur wenige Spiele lang, doch Popiesch hinterließ einen starken Eindruck. So stark, dass Experten bereits mutmaßten, der Bremerhavener könne in Zukunft auch langfristig als Nationaltrainer fungieren. Gute Referenzen finden sich in Popiesch Bewerbungsmappe jedenfalls reichlich. Doch Abwanderungsgedanken hegt der gebürtige Berliner keine. Im Gegenteil.

Nein, die Verlockung ist nicht da. Wir haben in Bremerhaven eine sehr gute Organisation und die Zusammenarbeit ist so erfolgsversprechend, dass ich gar keine Gedanken daran habe, woanders hinzugehen.

Pinguins-Trainer Thomas Popiesch im Gespräch mit dem Sportblitz

Fischtown Pinguins scheitern in den Playoffs gegen Wolfsburg

Video vom 25. April 2021
Spieler der Fischtown Pinguins stehen nach einer Niederlage enttäuscht auf dem Eis.
Bild: Imago | Jan Huebner

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Autoren

  • Helge Hommers Autor
  • Pascale Ciesla Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz 2. Mai 2021, 18:06 Uhr