"Halle wird brennen": Pinguins freuen sich auf die Champions League

Die Bremerhavener spielen bald gegen die besten Eishockey-Teams Europas. Aus Kostengründen hoffen sie aber, dass sie mit dem Bus zu den Spielen anreisen können.

Video vom 9. Mai 2021
Die Spieler der Fischtown Pinguins klatschen sich an der Bande ab.
Bild: Imago | Beautiful Sports
Bild: Imago | Regios24

Am Freitagabend durften die Fischtown Pinguins vor dem Online-Stream kräftig jubeln. Grund dafür war der Meistertitel der Eisbären Berlin. Dabei besitzen die Bremerhavener kein besonderes Faible für den Klub aus der Hauptstadt. Der Sieg der Eisbären über die Wolfsburg Grizzlys machte aber zugleich klar, dass die Pinguins in der kommenden Saison zum ersten Mal in ihrer Klubgeschichte in der Champions League starten dürfen.

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Die Eisbären-Berlin-Spieler Leonhard Pföderl, Marcel Noebels, Mathias Niederberger und Lukas Reichel jubeln mit der Meisterschaftstrophäe.
Die Eisbären Berlin haben die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Hier bejubeln Leonhard Pföderl, Marcel Noebels, Mathias Niederberger und Lukas Reichel den Titel. Bild: Imago | Contrast

"Wir sind sehr stolz, dass uns dieser Coup gelungen ist. Und wir sind schon ganz gespannt, was uns da erwarten wird", sagt Pinguins-Geschäftsführer Hauke Hasselbring im Gespräch mit dem Sportblitz. Er ist sich sicher, dass die Bremerhavener als "absoluter Underdog" in den Wettbewerb mit Gegnern wie den Topteams aus Finnland und Schweden starten werden. Die Pinguins wollen aber die Chance nutzen, sich vor den starken Ligen aus dem Norden Europas bestmöglich zu präsentieren.

Hoffnung auf eine volle Eisarena

Dabei baut Hasselbring auch auf die enthusiastischen Fischtown-Fans. Er hofft, dass mit Beginn des "Once-in-a-lifetime-Projekts" Champions League im August wieder Zuschauer in die Eisarena kommen dürfen.

Ich denke schon, dass dann die Halle bei uns brennen wird. Wann hat man schon mal die Chance, solche Gegner zu sehen?

Der Geschäftsführer der Fischtown Pinguins, Hauke Hasselbring, im Sportblitz-Studio
Hauke Hasselbring, Geschäftsführer der Fischtown Pinguins

Auch aus finanzieller Sicht sind die Fans für die Bremerhavener nicht zu ersetzen. Wie Hasselbring betont, erwirtschaften die Pinguins die Hälfte ihrer Einnahmen aus den Ticketverkäufen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind zuletzt also viele Gelder weggefallen. Und mit den aktuell genehmigten staatlichen Hilfen, glaubt Hasselbring, wird der gesamte deutsche Profisport kein weiteres Jahr überleben können.

Pinguins würden am liebsten mit dem Bus reisen

Während beim Fußball in der Champions League die Kassen der Teilnehmer klingeln, ist dies im Eishockey noch nicht der Fall. Die Pinguins hoffen stattdessen, dass die entstehenden Kosten sich im Rahmen halten werden – und die Auslosung der Gruppen am 19. Mai nicht allzu weite Reisen beschert.

Falls die Bremerhavener Pech haben, so Hasselbring, müssten sie am Donnerstagabend in Nordschweden und am Samstag in Tschechien spielen. "Dann kann es so kommen, dass man dies mit Linienflügen nicht logistisch erreichen kann. Dann muss man einen Flieger chartern und das geht dann richtig ins Geld." Lieber wäre es den Pinguins, wenn sie kostengünstiger mit dem Bus zu den Spielen anreisen könnten.

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Autoren

  • Karsten Lübben Autor
  • Maike Albrecht Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen mit Sportblitz, 9. Mai 2021, 19:30 Uhr