Interview

Pinguins vor Playoff-Showdown: "Das Damoklesschwert hängt über uns"

Spieler der Fischtown Pinguins hintereinander auf dem Eis.
Bild: Imago | Beautiful Sports

Heute um 14 Uhr kämpfen die Bremerhavener in Wolfsburg um den direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale. Manager Prey erklärt, was für die Pinguins spricht.

Es ist das Duell, das die Fischtown Pinguins gerne vermieden hätten, doch die Eishockey-Konkurrenten spielten unter der Woche einfach nicht im Sinne der Bremerhavener.

Es geht am Sonntag in diesem letzten Spiel der DEL-Hauptrunde also darum, ob die Pinguins den wichtigen sechsten Tabellenplatz mit einem Sieg behaupten können und damit direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale schaffen.

Ginge es im Auswärtsduell in Wolfsburg schief und Ingolstadt würde parallel gewinnen, müssten die Bremerhavener den Umweg um die Pre-Playoffs gehen – mit dem Risiko dort auszuscheiden. Pinguins-Manager Alfred Prey erzählt im Interview mit Bremen Eins, wie die Gemütslage bei den Bremerhavenern vor dem Showdown ist.

Pinguins-Manager Alfred Prey steht in der Eishalle beim Interview, während die Mannschaft hinter ihm auf dem Eis trainiert.
Pinguins-Manager Alfred Prey hofft auf Platz sechs für sein Team. Bild: Radio Bremen
Herr Prey, kribbelt es denn schon?
Natürlich – und es kribbelt nicht nur bei mir, sondern bei der ganzen Mannschaft. Und ich hoffe, dass das Kribbeln dann am Sonntag um 16:30 Uhr vorbei ist.
Das letzte Spiel der Fischtown Pinguins war am vergangenen Sonntag, andere Vereine haben unter der Woche gespielt. Wie war es, vom Sofa aus zuschauen zu müssen?
Ganz ehrlich: Es war grausam. Wir haben immer wieder gehofft und gebangt, dass der eine oder andere mal den einen oder anderen Punkt liegen lässt – das ist aber nicht eingetreten. Alle Kontrahenten haben mehr oder weniger eine kleine Siegesserie hingelegt. Und jetzt haben wir morgen das Damoklesschwert des Siegenmüssens über unseren Köpfen hängen. Aber wir haben die Situation noch selbst in der Hand. Und ich hoffe, dass wir morgen mit einem positiven Ergebnis aus Wolfsburg zurückkommen.
Wenn die Pinguins gewinnen, sind Sie sicher im Viertelfinale. Ist es ein Vor- oder Nachteil, dass das entscheidende Spiel in Wolfsburg ist?
Morgen ist es relativ egal. Wir haben eine riesengroße Fangemeinde, die von Bremerhaven mit nach Wolfsburg fährt. Bestimmt ein paar hundert machen sich auf den Weg. Das Entscheidungsspiel ist auch noch kurioserweise ein Nordderby, und da wird eine tolle Stimmung sein. Da ist es egal, ob wie Zuhause oder in Wolfsburg spielen.
Gibt es für die Mannschaft jetzt nochmal eine extra Motivation von Ihnen?
Nein, die Jungs sind motiviert bis unter die Haut und die werden morgen alles geben. Wir hatten heute noch das Abschlusstraining, sie sind hochmotiviert. Man merkt, die sind einsatzklar. Wie gesagt, wir müssen punkten, aber Wolfsburg hat im Moment den schnellsten Turbo der Liga – da müssen wir richtig dagegenhalten, um keine böse Überraschung zu erleben.

(Das Interview wurde geführt von Ariane Wirth, aufgezeichnet von Petra Philippsen)

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Autorin

  • Ariane Wirth

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 2. April 2022, 17:38 Uhr