Interview

Pinguins-Coach Popiesch mahnt: "Wir müssen akkurater arbeiten"

Thomas Popiesch schaut unzufrieden.

Pinguins halten in den Playoffs gegen Wolfsburg alles offen

Bild: Imago | Stefan Ritzinger

Durch den Sieg in Wolfsburg konnten die Bremerhavener in den Playoffs auf 1:2 verkürzen. Vor dem Spiel am Samstag (16:30 Uhr) legt Thomas Popiesch dennoch den Finger in die Wunde.

Mit einer Niederlage wäre schon alles vorbei gewesen, doch durch den 3:1-Erfolg am Donnerstagabend bei den Grizzlys Wolfsburg haben die Fischtown Pinguins den Traum vom Halbfinale in den Playoffs am Leben gehalten. Wie Coach Thomas Popiesch nach dem Spiel im Interview verriet, war er aber nicht mit allem im Spiel seiner Mannschaft zufrieden.

Herr Popiesch, vor dem dritten Spiel lagen die Pinguins in den Playoffs mit 0:2 zurück, sodass der Druck auf Ihrem Team lastete. Wie sind Sie mit diesem vor der Partie umgegangen?
Ich glaube, der Druck ist immer identisch. Egal, ob es das erste, zweite oder dritte Spiel ist. Klar wäre mit einer Niederlage eine Entscheidung gefallen, aber in jedem Spiel und jedem Wechsel ist immer derselbe Druck. Ich glaube, wir haben in den ersten beiden Spielen auch viele Sachen richtig gemacht, aber nicht konsequent genug. Am Donnerstag haben wir über einen längeren Zeitraum mehr richtig gemacht und in den entscheidenden Momenten die Tore geschossen.
In den ersten beiden Spielen hat Ihr Team elf Gegentore kassiert, im dritten nur ein einziges. Vorher haben Sie vor allem über die neutrale Zone gesprochen, aber auch in der eigenen Zone wurde dieses Mal energisch verteidigt. Gab es dort einen Aspekt, den Sie besonders hervorheben würden?
Nein, wenn der Gegner mit Tempo durchkommt, hast du weniger Ordnung. Dann musst du erst das Tempo rausnehmen und dann die Ordnung in der defensiven Zone haben. Diese haben wir am Donnerstag viel besser gehalten, aber trotzdem waren auch immer Löcher da. Da müssen wir noch ein bisschen akkurater arbeiten, weil irgendwann auch wieder die Phase kommt, dass die Wolfsburger die Chancen, die sie auch dieses Mal hatten, auch nutzen werden.
Wie hat Ihre Mannschaft Ihnen offensiv gefallen?
In den anderen Spielen haben wir uns vielleicht sogar noch mehr Chancen erarbeitet. Da waren wir aber teilweise zu offen und Wolfsburg ist defensiv eine der besten Mannschaften der Liga. Darüber brauchen wir nicht zu reden. Trotzdem musst du die Balance finden zwischen Aggressivität in der Offensive und Struktur in der neutralen Zone. Ich glaube, das ist uns über weitere Strecken gut gelungen.
Was wird das Erfolgsrezept sein, um am Samstag im Heimspiel erneut zu gewinnen?
Wir müssen vor allem lange und konsequent die kleinen Fehler vermeiden, die es dem Gegner zu einfach machen. Der Gegner muss sich die Dinge hart erarbeiten und wir dürfen ihm da keine Geschenke machen. Dann kann es ein offenes Spiel werden.

(Das Interview führte Tiede Thedinga. Aufgezeichnet wurde es von Karsten Lübben.)

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. April 2022, 22 Uhr