5 Fragen an Teammanager Prey zur Corona-Lage bei den Pinguins

Pinguins-Spieler kommen auf das Eis.
Zwangspause für die Fischtown Pinguins. Die Bremerhavener befinden sich derzeit in der Quarantäne.
Bild: Imago | Eibner

Alfrey Prey macht sich aktuell Sorgen um seine Pinguins. Auf die Bremerhavener wartet nach ihrer Zwangspause ein knallhartes Programm mit Spielen an jedem zweiten Tag.

Eigentlich hätten die Fischtown Pinguins am Sonntag gegen die Adler Mannheim spielen sollen, doch auch die dritte Partie in dieser Woche fiel der für die Bremerhavener verordneten Quarantäne zum Opfer. Im Gespräch mit Bremen Eins erklärt Teammanager Alfred Prey wann das Team aufs Eis zurückkehren wird und wie die Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) trotz der großen Corona-Probleme derzeit weitergehen soll.

Herr Prey, wie lange wird Ihre Mannschaft noch in der Quarantäne bleiben müssen?
Wir gehen davon aus, dass wir am Montag einen Großteil der Mannschaft freitesten können. Am Mittwoch haben wir einen weiteren Termin für eine zweite Testung. Wenn auch diese negative Ergebnisse aufweist, gehe ich davon aus, dass wir ab Mittwoch wieder einen großen Teil des Kaders zur Verfügung haben.
Corona stellt die DEL aktuell vor große Probleme. Wann sollen all diese Spiele nachgeholt werden?
Natürlich müssen wir jetzt der Situation angemessen reagieren und agieren. Wir werden auf jeden Fall eine verkürzte Olympia-Pause haben. Am 16. und 22. Februar spielen wir die Nachholspiele gegen Iserlohn und Straubing. Zusätzlich versuchen wir die beiden ausgefallenen Spiele gegen Mannheim in diesem Zeitraum zu terminieren. Am 25. Februar steigen wir wieder in den normalen Spielbetrieb ein. Bis zum 27. März spielen wir dann an jedem zweiten Tag. Glauben Sie mir, in diesem Zeitraum wird es keine Möglichkeit mehr geben, dass wir irgendwelche Spiele nachholen.
Ist das noch ein regulärer Wettkampf? Oder wird am Ende die Mannschaft, die Corona am besten umschifft, Deutscher Meister?
Natürlich spielt das eine wichtige Rolle, aber wir müssen jetzt schon ganz ehrlich sein. Als wir den Plan zu Saisonbeginn gemacht haben, wussten wir, dass wir aufgrund der Länderspielpausen im November und aufgrund der Olympia-Pause ein ganz straffes Programm nach den Olympischen Spielen haben werden.
Sie machen diesen Job schon seit einigen Jahren. Ist dies aktuell die schwierigste Phase in Ihrer Karriere als Teammanager?
Ohne Frage. Wenn ich auf die Tabelle schaue, weiß ich gar nicht, ob ich mich freuen soll oder lachen darf. Wir haben nach 38 Spielen 60 Pluspunkte und ein positives Torverhältnis. Sportlich haben wir eine super Saison gespielt, aber das Ganze wird überschattet von dieser Pandemie. Uns macht natürlich auch die Entwicklung bei den Zuschauern Sorgen. Was nützt es uns, wenn wir uns erneut wirtschaftlich über die Ziellinie schleppen, aber wir vor leeren Rängen spielen müssen? Wir spielen Eishockey für das Publikum, unsere Fans und die Stadt. Wir sagen immer, dass Eishockey Suchtpotenzial hat. Aber im Moment werden die Zuschauer mehr oder minder entwöhnt. Das sind die Fragen, die einem wirklich Sorgen machen.
Haben Sie auf diese Fragen bereits einige Antworten?
Ich hoffe weiterhin darauf, dass Eishockey in Bremerhaven und bei uns in der Region einfach so fest verwurzelt ist und wir so fest uns in die Herzen der Fans gespielt haben, dass die Leute, sobald die Situation sich ändert, wieder zu uns ins Stadion kommen und wir in zwei Jahren bei Gesprächen über die Pandemie von einer Sache sprechen, die Vergangenheit ist und keinen weiteren großen Schaden angerichtet hat.
Zwei Pinguins-Spieler warten auf dem Eis auf den Spielbeginn.

Fischtown Pinguins müssen wegen mehrerer Corona-Fälle in Quarantäne

Bild: Imago | Hockeypics/Eva Fuchs

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Autor

  • Olaf Rathje Moderator

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Das Wochenende, 23. Januar 2022, 16:38 Uhr