"Die Eisbären wird es auch in der 2. Liga geben"

Nach den Niederlagen gegen Erfurt und Göttingen müssen die Eisbären Bremerhaven um den Klassenerhalt zittern. Das ist die Ausgangslage vor dem Saisonendspurt.

Eisbären Bremerhaven
Die Eisbären Bremerhaven müssen in dieser Saison noch gegen Frankfurt, Bayreuth, Ulm, München und Giessen spielen. Bild: Imago | masterpress

Vor 13 Jahren sind die Eisbären Bremerhaven in die 1. Basketball-Bundesliga aufgestiegen. Die 13. Spielzeit könnte den Bremerhavenern nun Unglück bringt. Klar ist: Noch nie standen die Eisbären dichter vor dem Abstieg, als in dieser Saison. Nach der 78:81-Niederlage gegen Göttingen am Wochenende ist die Stimmung mehr als gedrückt.

Beim Training und in der Spielanalyse habe ich in Gesichter gesehen, die alles andere als zuversichtlich waren.

Arne Woltmann, Trainer Eisbären Bremerhaven

Es ist nicht die erste bedeutende Parte im Saisonfinale, die die Eisbären Bremerhaven verloren haben. Schon im Spiel gegen den Tabellenvorletzten Erfurt gingen die Eisbären als Verlierer vom Platz. Sie verpassten damit nicht nur wichtige Punkte, sondern sie verloren auch den direkten Vergleich gegen Erfurt. Gleiches gilt auch für das Duell gegen Göttingen am vergangenen Wochenende. Das heißt: Sollten die Eisbären am Ende mit Göttingen und Erfurt punktgleich sein, würden sie in der Tabelle hinter die Konkurrenten zurückfallen.

Auszug aus der Tabelle der Basketball-Bundesliga:

PlatzMannschaftPunkte
15.BG Göttingen16:42
16.Eisbären Bremerhaven14:44
17.Erfurt Rockets12:46
18.Tigers Tübingen2:56

Die Ausgangslage könnte besser sein, verloren sei aber auch noch nichts, so Trainer Arne Woltmann: "Wir sind immer noch zwei Punkte vor Erfurt und haben in den letzten fünf Partien noch drei Heimspiele zu bestreiten. Es gibt genug Sachen, die Hoffnung machen." Das klingt gut, lenkt aber von der Tatsache ab, dass der Tabellenvorletzte Erfurt noch das abgeschlagene Schlusslicht Tübingen empfängt. Die Tübinger haben bislang erst einen Sieg in der laufenden Saison geholt.

Arne Woltmann, Manager der Eisbären Bremerhaven
"Die Mannschaft hat die Mentalität den Klassenerhalt zu schaffen", so Trainer Arne Woltmann.

Mit einem Erfolg gegen Tübingen würde Erfurt an den Bremerhavenern vorbeiziehen und damit hätte die Mannschaft von Arne Woltmann den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand. Die letzten beiden Teams steigen direkt ab. "Wenn wir den Kopf in den Sand stecken, dann können wir sowieso nicht gewinnen. Es geht nur mit dem Blick nach vorne", steuert Arne Woltmann dem Pessimismus entgegen.

Die Angst geht trotzdem um in Bremerhaven. Viele Fans befürchten sogar das Ende des Bremerhavener Basketballs. Sollten wichtige Sponsoren abspringen, dann wäre auch der Spielbetrieb in Liga 2 in Gefahr. So weit will es Arne Woltmann aber nicht kommen lassen. "Die Lizenz ist beantragt und wir haben von einigen Sponsoren schon die Zusage erhalten, dass es auch in der 2. Liga weitergeht. Von daher wird es auf jeden Fall in der nächsten Saison die Eisbären geben, egal in welcher Liga."

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  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier beginnt, 16. April, 9:40 Uhr