Corona und Krise: Wie läuft's eigentlich bei Werders Pokal-Gegner?

Eine Corona-Welle hat Zweitligist Jahn Regensburg vor einem Monat aus dem Tritt gebracht. Auch die Generalprobe für das Pokal-Spiel gegen Bremen verlief durchwachsen.

Video vom 6. April 2021
Werder-Stürmer Niclas Füllkrug humpelt in Straßenkleidung die Treppe am Weserstadion herunter.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Die Vorfreude auf den Pokal-Höhepunkt will sich der SSV Jahn Regensburg auch nicht von seinem Tief seit dem Corona-Ausbruch nehmen lassen. Mehrere positive Befunde bei den Oberpfälzern hatten für eine Verschiebung des eigentlich für den 2. März geplanten Pokal-Viertelfinales gegen Werder Bremen gesorgt.

Zwei Wochen verbrachten die Regensburger in Isolation, ehe sie wieder in den Zweitligabetrieb zurückkehren konnten. Die Bilanz seitdem: drei Spiele, zwei Punkte. Der Jahn-Motor stottert. Trotz 80-minütiger Führung musste sich die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic am Sonntag mit einem 1:1 gegen den FC Erzgebirge Aue begnügen.

Verpatzte Generalprobe

Die Regensburger zeigten sich in dem Heimspiel aber wieder in besserer Verfassung. Die Länderspielpause hat ihnen sichtlich gut getan rechtzeitig zum eigenen Pokal-Kracher am Mittwoch 18:30 Uhr. "Es ist mit das Highlight der bisherigen Saison", sagte Abwehrspieler Oliver Hein, darauf freue "sich jeder einzelne".

Drei Tage vor dem Kräftemessen mit Werder brachte Jann George den Jahn früh in Führung (5. Minute), Sören Gonther schlug spät zurück (85.). "Es ist ärgerlich, wenn du in der 85. Minute den Ausgleich kriegst. Aber so ist das in dieser Liga, du musst in jeder Situation, in jedem Moment auf der Hut sein", sagte der zerknirschte Selimbegovic.

Wieder ein Elfmeter-Krimi?

Das große Manko: Mehrere Chancen zum 2:0 wurden ausgelassen. "Wir hätten mehr Konsequenz zeigen müssen. Wir haben genügend Torchancen gehabt", sagte Selimbegovic. Stürmer Andreas Albers hatte Pech, dass in einem intensiven Spiel Torwart Martin Männel in der 72. Minute einen Ball von ihm an den Pfosten lenkte. Nur fünf Punkte trennen die Regensburger nun von Relegationsplatz 16.

Doch jetzt hat der Alltag Pause, das Pokal-Highlight wartet. Mit Nachsitzen oder ohne? "Darauf wollen wir uns natürlich nicht verlassen, wir wollen wenn möglich das Spiel früher entscheiden", sagte Kapitän Benedikt Gimber im "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Rundfunks. In den ersten drei Pokal-Partien kam man jeweils im Elfmeterschießen weiter – und Keeper Alex Meyer hat in jeder der drei Runden mindestens einen Strafstoß gehalten.

Wir müssen an unsere absolute Leistungsgrenze kommen, damit wir eine Chance haben. Und wenn es ins Elfmeterschießen gehen sollte, hätte ich auch kein schlechtes Gefühl.

Jahn-Kapitän Benedikt Gimber

Werder ist heiß auf den Pokal – und kann die Millionen gut gebrauchen

Video vom 28. Februar 2021
Der goldene DFB-Pokal steht auf einem Plexiglas-Ständer in einem leeren Fußball-Stadion.
Bild: Imago | Osnapix

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 6. April 2021, 18:06 Uhr