Was ist ab Montag noch im Bremer Sport erlaubt?

Der Senat hat wegen des hohen Inzidenzwerts die Corona-Notbremse gezogen. Auch der Bremer Amateur- und Freizeitsport ist von der Zurücknahme der Lockerungen betroffen.

Ein Mann wirft einen Basketball, während er in der Luft steht.
Welchen Sportarten die Bremerinnen und Bremer künftig nachgehen können, gibt der Bremer Senat voraussichtlich am Montag bekannt. Bild: Imago/Itar-Tass

Nur kurz währten die Lockerungen im Bremer Amateur- und Breitensport. Weil der Inzidenzwert in der Stadt Bremen am Freitag den dritten Tag in Folge über 100 lag, zog der Senat die Corona-Notbremse. Die seit rund drei Wochen bestehenden Öffnungen sind somit ab Montag wieder weitestgehend hinfällig – was auch die Möglichkeiten des Sporttreibens einschließt.

Sport in Bremen nur zu zweit oder mit eigenem Haushalt

Zuletzt war das Ausüben von Sport unter freiem Himmel mit bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten gestattet. Ab Montag ist dies nur noch mit dem eigenen Haushalt oder zu zweit mit einer Person aus einem anderen Haushalt gestattet. Welche Sportarten erlaubt sein werden, ob wieder nur Individualsport oder weiterhin auch Kontaktsportarten wie Fußball oder Basketball, ist noch unklar. Genau wie die Frage, ob wie bislang zumindest Kinder in größeren Gruppen trainieren können.

Denkbar ist, dass in der Stadt Bremen ähnliche Verordnungen gelten wie in Bremerhaven, wo der Inzidenzwert schon seit längerem konstant über 100 liegt. Mitte der Woche zog der Bremerhavener Magistrat die Corona-Notbremse. Seit Donnerstag ist daher einzig die Ausübung von Individualsport mit zu bis zu zwei Personen oder mit dem eigenen Haushalt gestattet. Gruppensport von Kindern ist in Bremerhaven untersagt.

Corona-Lockerungen sind Ländersache

Was im Amateur- und Breitensport erlaubt ist und was nicht, regeln die Bundesländer. In Hessen etwa, wo fast alle Landkreise über dem 100er-Inzidenzwert liegen, sollen laut "Hessenschau" die seit 8. März geltenden Lockerungen trotz des Infektionsgeschehens bestehen bleiben. Demnach haben unter anderem Fitnessstudios weiterhin geöffnet und Kinder dürfen in beliebig großen Gruppen Sport treiben.

In Nordrhein-Westfalen wiederum orientieren sich die geltenden Regeln am lokalen Inzidenzwert. Doch auch wenn dieser über der 100er-Schwelle liegt, dürfen sich Kinder nach einem Bericht des "WDR" gemeinsam sportlich betätigen. Allerdings nur noch zu zehnt statt wie zuvor mit insgesamt 20 Kindern. Zudem soll es möglich sein, mit einem entsprechenden Testkonzept die Verschärfung der Maßnahmen im Sport lokal zurückzunehmen – selbst in Städten und Kreisen, die eine hohe Inzidenz aufweisen.

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Video vom 25. März 2021
Andreas Bovenschulte steht an einem Pult
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Helge Hommers Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2021, 19:30 Uhr