"Tohuwabohu und Radau": Wolfsburgs Coach kritisiert Werders "12. Mann"

Eintracht-Trainer Hütter hatte sich am Mittwoch über Werders zu engagierte Ersatzbank echauffiert. Glasner befürchtet am Sonntag eine ähnlich störende Kulisse.

Werders Ersatzspieler und Betreuer sitzen mit Abstand auf der Tribüne und feuern an.
Werders "12. Mann": Die Ersatzspieler und Betreuer der Bremer geben auf der Tribüne akkustisch Vollgas – dem Gegner gefällt das natürlich weniger. Bild: Imago | Poolfoto

Nach dem Frankfurter Trainer Adi Hütter hat auch Kollege Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg das Verhalten der Betreuer und Ersatzspieler von Werder Bremen während der Geisterspiele infrage gestellt. Seine Bedenken sind akut, denn am Sonntag um 13:30 Uhr spielt der VfL im Weser-Stadion.

Die Gesamtkonstellation ist in Bremen einfach so, dass sie sehr aggressiv spielen und alles versuchen, um es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen: auf dem Platz und auch abseits des Platzes. Da machen sie einen ziemlichen Tohuwabohu und Radau.

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner

Glasner will sich vom Radau nicht aus dem Tritt bringen lassen

Glasner appelliert bei den Bremern an die Solidarität und den Fairness-Gedanken, den sie im Zuge der Corona-Krise ebenfalls einfordert hatten.

Ich denke, sie versuchen, die eigene Mannschaft zu puschen, aber auch den Gegner etwas zu nerven. Das ist ihr gutes Recht. Aber gerade Werder Bremen hat während der Corona-Pause sehr häufig von Solidarität gesprochen. Deshalb wäre es jetzt auch ein Zeichen der Solidarität, die Atmosphäre in den Stadion nicht zu den eigenen Gunsten auszunutzen.

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner

Er habe das Thema auch schon in der Wolfsburger Kabine angesprochen, "dass wir uns dadurch nicht aus dem Tritt bringen lassen dürfen". Die Bremer Profis erhalten im Abstiegskampf seit mehreren Spielen lautstarke Unterstützung von der eigenen Ersatzbank. Das missfiel Hütter bereits während des Nachholspiels am Mittwochabend. "Jeder kämpft für seinen Verein, aber man muss nicht bei jeder Entscheidung hochspringen. Das hat etwas mit Respekt zu tun", monierte der Eintracht-Coach bei Sky.

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Bild: gumzmedia/nordphoto/Pool

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 4. Juni 2020, 18:06 Uhr