Werder setzt ab sofort auf eine "Krisen-Klausel"

Die Corona-Pandemie hat Werder finanziell schwer getroffen. Um künftig besser gewappnet zu sein, wollen die Bremer besondere Klauseln in Spielerverträge einbauen.

Fin Bartels hockt nach dem Spiel enttäuscht auf dem Rasen.
Auch Fin Bartels könnte von der Neuregelung betroffen sein: Der Vertrag des 33-Jährigen ist bei Werder ausgelaufen, Bartels möchte aber gerne bleiben. Bild: Imago | Pool

Werder Bremens Sportchef Frank Baumann hat eine Modifizierung für künftige Spielerverträge in Krisenzeiten angekündigt. Kurz gesagt: Bei höherer Gewalt, wie beispielsweise einer Pandemie, sinken auch die Spielergehälter.

Es gibt Bestrebungen, eine solche Klausel einzubauen, um das finanzielle Risiko nach einem unvorhergesehenen Ereignis abzufedern.

Werder-Sportchef Frank Baumann im "Weser-Kurier"

In Zukunft soll dieser Krisen-Zusatz in Vertragsgesprächen mit den Spielern und deren Beratern thematisiert werden. "Ich gehe davon aus, dass wir das bei allen Spielern mit in die Verträge nehmen werden", betonte Baumann.

Werder von Corona finanziell schwer getroffen

Die Coronavirus-Pandemie sorgt derzeit für einen deutlichen Millionen-Verlust beim Bremer Fußball-Bundesligisten, der daher einen Hilfskredit in zweistelliger Millionenhöhe bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufnehmen musste. Während des Beginns der Corona-Krise musste ein Großteil der Werder-Mitarbeiter in Kurzarbeit, die Profis verzichteten auf einen Teil ihrer Gehälter. An einen Einbau einer möglichen Klausel in die Musterverträge der Deutschen Fußball Liga (DFL) glaubt Baumann dagegen nicht. Lediglich an eine Empfehlung der DFL.

Weil es um finanzielle Auswirkungen zwischen Verein und Spieler geht. Da möchte die DFL keinen Einfluss nehmen und kann das auch nicht.

Werder-Sportchef Frank Baumann im "Weser-Kurier"

Werders Gerüchteküche brodelt: Wer kommt und wer geht?

Video vom 24. Juli 2020
Eine Grafik, auf der eine Herdplatte mit einem Topf und dem Wort "Gerüchteküche" zu sehen ist.
Bild: Radio Bremen

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