Werders Credo vor dem Stuttgart-Spiel: "Wachsam, aber keine Panik"

Der Gegner vom Sonntag (15:30 Uhr) dient für die Bremer als mahnendes Beispiel im Abstiegskampf. Das derzeitige Polster auf Rang 16 sorgt aber auch für Selbstvertrauen.

Florian Kohfeldt gestikuliert im Training und zeigt den Zeigefinger.
Der mahnende Zeigefinger: Werder-Coach Florian Kohfeldt ist klar, dass die Bremer trotz aktuell sieben Punkten Vorsprung auf Relegationsrang 16 noch nicht gerettet sind. Bild: Imago | Nordphoto

Nach der Länderspielpause geht es bei Werder weiter. Und das gleich im Doppelpack. Am Sonntag (15:30 Uhr) steht zunächst das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart an. Am Mittwoch (18:30 Uhr) folgt dann das Nachholspiel im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Jahn Regensburg. Zwei wichtige Partien nacheinander für die Bremer, die sich allerdings nicht beeinträchtigen sollen. "Der Abstand ist für mich nicht so dramatisch", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt am Freitag auf der Pressekonferenz.

Abstand hat Werder aktuell auch auf die Abstiegsränge. Sieben Punkte liegen die Bremer nach 26 Spieltagen vor dem auf Relegationsrang 16 liegenden 1. FC Köln. Das ist ein gutes Polster, aber vor einigen Wochen lag dieses auch noch bei elf Punkten. Claudio Pizarro mahnte daher zuletzt, dass der Klassenerhalt für Werder noch nicht eingetütet sei.

Stuttgart hatte 2016 sogar acht Punkte Vorsprung

So sieht es auch Kohfeldt. Ihm ist klar, dass die Bremer noch weiterhin punkten müssen. Und der Gegner vom Samstag ist dabei das mahnende Beispiel. Vor fünf Jahren lagen die Stuttgarter nach dem 26. Spieltag gar acht Punkte vor dem Relegationsrang – und brachen dann komplett ein und stiegen am Ende als Tabellensiebzehnter noch direkt ab.

Wir haben nach dem Sieg gegen Bielefeld nicht für eine Sekunde gedacht, dass wir durch sind. Wir müssen sehr wachsam sein, aber wir haben auch einen durchaus respektablen Vorsprung. Wachsam, aber keine Panik.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt spricht bei einer Pressekonferenz.
Werder-Coach Florian Kohfeldt am Freitag auf der Pressekonferenz

Kohfeldt kann rotieren

Dabei wartet auch eine große Chance auf die Bremer. Vor den schwierigen Spielen gegen die Topteams RB Leipzig (10. April, 15:30 Uhr) und Borussia Dortmund (18. April, 15:30 Uhr) könnten sie den Vorsprung nach unten wieder ausbauen. Und das Halbfinale im DFB-Pokal samt der Chance auf das Finale in Berlin wären bereits ein toller Saisonerfolg.

Mit Blick auf die Englische Woche und zwei Spielen in vier Tagen wird Kohfeldt dabei nicht bange. Zumal mit Milos Veljkovic aller Voraussicht nach nur ein potenzieller Stammspieler aufgrund einer Zerrung im Adduktorenbereich des rechten Oberschenkels ausfällt. Kohfeldt freut's. "Der Konkurrenzkampf ist sehr gut. Wir können da auch auf gewissen Positionen rotieren, ohne Qualität zu verlieren." Personell taktieren will er – zumindest öffentlich – allerdings nicht. "Ich denke nicht daran, am Sonntag einen spielen zu lassen, den ich dann am Mittwoch nicht spielen lasse", so Kohfeldt. Erst nach dem Spiel in Stuttgart soll dann geschaut werden, wie die Bordmittel für Regensburg ausschauen.

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Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Fußball-Bundesliga, 3. April 2021, 15 Uhr