Werder wird den verletzten Rashica wohl nicht mehr los

Der Plan der Bremer war klar: Milot Rashica schnell fit bekommen, um ihn im Winter lukrativ zu verkaufen. Doch die neue Verletzung macht den Transfer fast unmöglich.

Video vom 3. Dezember 2020
Ein Passant mit einer Werder Mundschutzmaske auf der Straße bei einer Umfrage.
Bild: Radio Bremen

Der Mittwoch war für Werder gleich doppelt bitter: Denn mit der Sehnenverletzung im linken Oberschenkel von Milot Rashica geht Trainer Florian Kohfeldt einerseits sehr viel offensive Qualität im Winter flöten. Doch die zweite Ebene dieses Ausfalls wog eigentlich noch viel schwerer: Bis Ende Januar würde Rashica fehlen, hieß es, und genau dann endet das Transferfenster im Winter – und einen verletzten Spieler zu verkaufen, ist nahezu unmöglich.

Eine bittere Erkenntnis für den klammen Verein, der dringend Geld einnehmen muss und den Rashica-Wechsel dafür eigentlich eingeplant hatte. Schließlich ist der offensive Wirbelwind Werders wertvollster Spieler. Durch die Corona-Pandemie und auch Rashicas Formtief nach einer Knieverletzung im Herbst, war dessen Marktwert zuletzt im Sinkflug (nur noch 18 Millionen Euro). Nun dürften die Bremer wohl nicht einmal mehr die zumindest noch angepeilten 20 Millionen Euro bekommen, an denen der Verkauf im Sommer mit gescheitert war. Doch Sportchef Frank Baumann will den Transfer noch nicht aufgeben.

Das ist aufgrund der Verletzung natürlich schwieriger geworden. Ein Verbleib ist möglich, aber auch ein Verkauf. Wenn Milot Ende Januar wieder fit ist, kann er für einen möglichen neuen Verein sofort spielen.

Sportchef Frank Baumann im "Weser-Kurier"

Doch es bleibt ein Risiko für jeden potenziell interessierten Verein, einen Spieler für einen zweistelligen Millionenbetrag zu kaufen, der bereits im Herbst verletzt gewesen und noch nicht wieder in Form gekommen ist und nun erneut von einer Verletzung ausgebremst wurde. Spieler, die in Wintertransfers erworben werden, sind meist als Soforthilfen gedacht. Hinter Rashica steht seit Mittwoch aber zumindest ein dickes Fragezeichen, ob er für große Vereine noch ein attraktives Angebot ist.

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 3. Dezember 2020, 18:06 Uhr