Jetzt kommt doch Bewegung in Werders Rashica-Transfer

Eigentlich wollte Milot Rashica unbedingt zu einem Bundesligisten wechseln, doch die Pläne stockten. Nun sind für den Kosovaren wohl doch Vereine im Ausland interessant.

Milot Rashica gestikuliert lachend auf dem Spielfeld während des Testspiels gegen St. Pauli.
Bundesligist RB Leipzig wollte die von Werder geforderte Ablöse von 25 Millionen Euro für Milot Rashica nicht zahlen – daher stagnierten die Verhandlungen seit Wochen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Noch am Mittwochvormittag hatte Clemens Fritz die Lage auf dem Transfermarkt so beschrieben: "Man merkt, es ist sehr ruhig. Ich glaube, es wird noch etwas Bewegung reinkommen in den nächsten Wochen. Aber es wird nicht mehr das große Rad gedreht, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war."

Stillstand statt Bewegung, Frust statt klingelnder Kasse. Werders Leiter für Scouting und Profi-Fußball bekommt täglich die Auswirkungen der Corona-Pandemie in seinem Job zu spüren und die Zeit arbeitet langsam gegen Werder: Am 5. Oktober schließt das Transferfenster und Werder braucht dringend Erlöse. Viele Vereine gucken jedoch mehr als zuvor aufs Geld, taktieren noch mehr bei Spielerkäufen und müssen ihre Kadergrößen zudem reduzieren.

Wechselt Rashica in die Premier League?

Besonders beim geplanten Wechsel von Milot Rashica macht sich das für Werder nun unangenehm bemerkbar – seit Wochen herrscht Stillstand in den Verhandlungen mit RB Leipzig, die Ablösevorstellungen liegen einfach zu weit auseinander. Da Rashica selbst aber unbedingt in Deutschland bleiben und in der Champions League spielen möchte, verhandelte Werder bisher nicht mit anderen Interessenten.

Das scheint sich inzwischen aber geändert zu haben, denn Fritz konnte sich am Mittwoch ein vielsagendes Grinsen nicht verkneifen, als er gefragt wurde, ob er noch an den lukrativen Rashica-Transfer glaube. "Ich bin optimistisch und mache mir da keine Sorgen", so Fritz. Und tatsächlich scheint nun doch neue Bewegung in die zähen Verhandlungen zu kommen. "Es gibt etwas Bewegung und den ein oder anderen Interessenten, der sich intensiv mit Milot beschäftigt", bestätigte Baumann.

Oder doch Richtung Italien?

Und nach Informationen der "Deichstube" sollen Premier-League-Klub Aston Villa und der italienische Verein SSC Neapel aus der Serie A gute Chancen auf die Verpflichtung des 24-jährigen Flügelflitzers haben.

Aston Villa ist zwar kein Spitzenklub, zahlt aber dennoch deutlich besser als Werder und Rashica könnte sich in der schillernden Premier League profilieren und seinen Marktwert weiter steigern. Neapel spielt zumindest in der Europa League und verfügt über die Mittel, die von Werder anvisierte Ablöse von 25 Millonen Euro zu zahlen, die RB Leipzig nicht zahlen wollte. Und da Rashica jetzt scheinbar doch offen für das Ausland ist, könnten sich im Transfer-Endspurt sogar noch weitere Interessenten anbieten. Werders Goldesel könnte die leere Kassen doch noch klingeln lassen.

Werder diskutiert über Gehaltsverzicht und hofft auf Transfers

Video vom 9. September 2020
Clemens Fritz am Rande des Trainings im Gespräch mit Trainer Florian Kohfeldt.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 8. September 2020, 18:06 Uhr