Werder-Trainer Kohfeldt glaubt nicht mehr an viele Neuzugänge

Wenn Werder Bremen am Freitag ins Trainingslager aufbricht, dann hat Coach Kohfeldt im Grunde den Kader der neuen Saison beisammen – zumindest geht er selbst davon aus.

Florian Kohfeldt streckt auf dem Trainingsplatz seine Arme nach rechts und links aus, um seinen Spielern etwas zu erklären.
Sagt, wo es bei Werder lang geht: Trainer Florian Kohfeldt betont, dass er mit dem aktuellen Kader für die neue Saison gut leben könnte. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Am Freitagabend geht es los für Werder Bremen, Richtung Zell am Ziller in Österreich ins einzige Trainingslager der Saison. 25 Feldspieler plus vier Torhüter nimmt Florian Kohfeldt mit und der Werder-Coach geht offenbar nicht davon aus, dass sich an dieser Kadergröße bis zum Saisonstart noch sehr viel ändern wird.

Ich gehe nicht davon aus, dass wir noch zehn Neuzugänge haben werden.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt mit einem Augenzwinkern am Donnerstag

Warten auf Chong, Geduld bei Rashica

Zehn sicherlich nicht, maximal ein bis zwei Neue. Tahith Chong steht ganz oben auf der Wunschliste, aber "wir müssen abwarten", so Kohfeldt, "unser Interesse ist hinterlegt, mehr kann ich dazu nicht sagen". Der Transfer des Offensivtalents ist genauso ins Stocken geraten, wie der Verkauf jenes Spielers, für den Chong kommen soll: Milot Rashica.

Der Kosovare fährt mit ins Trainingslager, vielleicht spielt er die neue Saison auch weiterhin für Werder. "Milot hat ja nicht gesagt, dass er auf keinen Fall mehr hier spielen will", betonte Kohfeldt. Wenn sich ein entsprechendes Angebot ergäbe, sei ein Wechsel möglich.

Die Kadergröße ist ganz nach Kohfeldts Geschmack

Für Kohfeldt, der schon mehr als ein halbes Dutzend Male im Zillertal im Trainerstab dabei gewesen ist, wird es dennoch eine ganz neue Erfahrung. Vor der Pandemie war das Zillertal stets die erste, frühe Station in der Sommervorbereitung. Und daher fuhr meist ein Kader mit, mit "der Hälfte Profis, die andere Hälfte Amateure", so Kohfeldt. Dieses Mal aber ist das Trainingslager später angesetzt und der Werder-Coach hat "den ganz großen Teil des Profi-Kaders dabei, mit dem wir auch die Saison bestreiten". Und Kohfeldt weiß: "Das ist ein klarer Vorteil."

Geht es nach Trainer Kohfeldt, so würde sich an der Anzahl seiner Spieler jetzt nichts mehr ändern. 25 Feldspieler und dazu vier Torhüter, so sagt er, "ist für mich eine gute Kadergröße, mit der ich sehr gut arbeiten kann". Käme Chong hinzu und Rashica ginge, bliebe der Umfang beim alten. Den allzu großen personellen Umbruch sollte jetzt wohl kein Werder-Fan mehr erwarten.

Werders Sommerfahrplan 2020

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Vor der neuen Saison: Werder-Trainer Kohfeldt voller Tatendrang

Video vom 13. August 2020
Florian Kohfeldt erklärt seinen Spielern mit Nachdruck und Gesten etwas auf dem Trainingsplatz.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 13. August 2020, 18:06 Uhr