Geht Werder gegen die horrende Selke-Klausel vor?

Nach Informationen von Sky überlegt Werder offenbar, gegen die Millionen-schwere Ablöse für Davie Selke juristisch vorzugehen. Sportchef Baumann dementiert.

Davie Selke zeigt seinen Mitspielern gegen Union Berlin den Daumen hoch.
Bisher mehr Flop als Top: Seit seiner Leihe im Winter von Hertha BSC konnte Davie Selke bei Werder nicht überzeugen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Als Davie Selke im Winter von Hertha BSC ausgeliehen wurde, da erhoffte man sich, der hochgewachsene Stürmer würde Werder aus der Krise führen. Den Beweis, dass er die hohe Ablöse, die für ihn im kommenden Sommer fällig wird, auch wert ist, blieb Selke bisher schuldig. Sollte Werder den Klassenerhalt in dieser Saison erneut schaffen, müssten die Bremer eine Summe von bis zu 15 Millionen Euro an die Hertha überweisen.

Für die finanziell klammen Hanseaten eine schwer zu stemmende Bürde, mit Corona hat sich die Situation noch einmal verschärft. Daher prüft Werder offenbar derzeit, ob man angesichts der veränderten Umstände durch die Pandemie gegen die Höhe der Ablöse juristisch vorgehen kann. Das zumindest vermeldet der Sender Sky auf seiner Internetplattform. Werders Sportchef Frank Baumann reagierte am Freitag in einer Medienrunde auf Nachfrage jedoch irritiert.

Das ist mir nicht bekannt. Die Meldung kann ich nicht bestätigen. Wir sind froh, dass Davie bei uns ist. Er ist erstmal eine weitere Saison ausgeliehen und was dann kommt, werden wir dann sehen.

Werder-Sportchef Frank Baumann am Freitag

So oder so wäre es aus Sicht der Bremer wohl in jedem Fall sinnvoll, zumindest die juristischen Optionen zu prüfen. Denn auch wenn Baumann betont gelassen reagierte, ist klar: Die Pflicht-Ablöse für Selke, der in der Rückrunde keine Rolle bei Trainer Florian Kohfeldt spielte, ist eine horrende Bürde, die auf die Bremer zukommt – und die sie eigentlich nicht bewältigen können.

In Werders Gerüchteküche kocht es – und Rashica hat die Wahl

Video vom 6. August 2020
Eine Grafik, auf der eine Herdplatte mit einem Topf und dem Wort "Gerüchteküche" zu sehen ist.
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 7. August 2020, 18:06 Uhr