Werder musste gegen Freiburg einstecken – kam aber glimpflich davon

Einige Bremer mussten am Samstag vom Platz humpeln, das 0:0 gegen den SC Freiburg schmerzte auch körperlich. Doch schwerer verletzte sich bei Werder wohl keiner.

Marco Friedl liegt von Schmerzen gekrümmt auf dem Rasen und reckt den Arm hoch, um Hilfe zu signalisieren.
Das tat weh: Werder-Verteidiger Marco Friedl verdrehte sich in der 75. Minute in einem Zweikampf das Sprunggelenk. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Kurz vor der Halbzeitpause war es am Samstagnachmittag im Weser-Stadion plötzlich hektisch auf Werders Ersatzbank geworden. Kapitän Niklas Moisander begann, sich flugs seiner Trainingsklamotten zu entledigen und sein Trikot überzustreifen. Denn Verteidiger Milos Veljkovic hockte mit schmerzverzerrten Gesichte auf dem Rasen und hielt sich die linke Wade.

Gut sah es nicht aus, doch Veljkovic biss noch einmal die Zähne aufeinander und hielt die Minuten bis zur Pause durch, danach kam Moisander für die zweite Halbzeit in die Partie gegen Freiburg. "Die Wade hat ein bisschen zugemacht, er hat aber kein Stechen gespürt", erklärte Werder-Trainer Florian Kohfeldt hinterher. Dass er Veljkovic ausgewechselt habe, sei eher eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, fügte Kohfeldt hinzu. Nach einem Muskelfaserriss sehe es nicht aus, daher befürchtet der Coach erst einmal keinen längeren Ausfall.

Friedl verdrehte sich das Sprunggelenk

Milos Veljkovic hockt auf dem Rasen und hält sich die schmerzende, linke Wade.
Für Werders Verteidiger Milos Veljkovic war nach einer Wadenverletzung zur Halbzeitpause Schluss. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Noch schmerzhafter sah zunächst die Verletzung von Marco Friedl in der 75. Minute aus. In einem Zweikampf hatte sich der Verteidiger das Sprunggelenk verdreht und musste länger auf dem Spielfeld behandelt werden. "Er hat Schmerzen im Sprunggelenk, aber es ist nichts geschwollen", sagte Kohfeldt: "Weil er durchgespielt hat, habe ich keine großen Sorgen." Auch Friedl biss sich bis zum Abpfiff noch durch und befürchtete nach der Partie noch keine schlimmere Blessur oder einen längere Zwangspause.

Es war ein Zweikampf mit einem Freiburger Spieler. Ich bin von der Seite gekommen und mit dem rechten Sprunggelenk leicht umgeknickt. Wir schauen, was da ist.

Werder-Verteidiger Marco Friedl bei Werder-TV

Wenige Minuten vor dem Abpfiff war dann Schluss für den linken Außenverteidiger Ludwig Augustinsson, der gerade erst von einer längeren Verletzung zurückgekehrt war. Den Schweden hatte aber nur ein Krampf erwischt. Nichts also, das seinen Trainer irgendwie nervös machte. "Das ist nicht unerwartet nach seiner Pause. Ihm fehlte das Bielefeld-Spiel für den Rhythmus", so Kohfeldt.

Werder-Coach Kohfeldt: "Es war jetzt kein Torchancen-Festival"

Video vom 13. Februar 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt bei der Pressekonferenz vor einer Werbewand nach dem Freiburg-Spiel.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 13. Februar 2021, 18:45 Uhr