Zähes Spiel, ruppiger Gegner: Werder ringt Augsburg einen 2:0-Sieg ab

Die Bremer können zu Hause also doch noch gewinnen: Gegen den FCA gelang am Samstag durch die späten Tore von Gebre Selassie und Agu der zweite Heimsieg der Saison.

Werder-Spieler bejubeln das Tor von Felix Agu gegen Augsburg.
Später Grund zum doppelten Jubel: Felix Agu (links) legte das 2:0 für Werder nach. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Mit dem erst zweiten Heimsieg der Saison hat Werder Bremen sich vorerst etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Die Norddeutschen gewannen am Samstag in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg mit 2:0 (0:0) und liegen nun in der Tabelle nur noch einen Zähler hinter dem FCA. Routinier Theodor Gebre Selassie (84. Minute) und Startelf-Debütant Felix Agu (87.) erzielten die Treffer für die Grün-Weißen. Die Augsburger zeigten eine Woche nach dem 1:4 gegen den VfB Stuttgart dagegen erneut eine enttäuschende Leistung.

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45 Minuten lang war es gut, dass wegen der Coronavirus-Pandemie keine Zuschauer ins Stadion durften. Denn die Besucher hätten ansonsten mit voller Berechtigung ihr Eintrittsgeld zurückgefordert, so wenig zeigten beide Mannschaften im eiskalten Weser-Stadion.

Verdient verloren? Kohfeldt mit Freudschem Versprecher

Video vom 16. Januar 2021
Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor einer Werbewand bei der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Augsburg.
Bild: Radio Bremen

Die Bremer fanden im ersten Durchgang offensiv gar nicht statt. Kohfeldt hatte Davie Selke zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag in die Startelf gestellt, doch der Stürmer zeigte eine erschreckend schwache Leistung und schoss nicht ein einziges Mal aufs Tor.

Ganz zähe erste Halbzeit

Davie Selke liegt auf dem Rasen auf dem Rücken und mit angezogenen Beinen mit schmerzverzerrtem Gesicht.
Bekamen von ruppigen Augsburgern ordentlich auf die Socken: Die Werder-Profis um Davie Selke. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Damit war er allerdings in bester Gesellschaft, denn auch seine Teamkollegen brachten vor der Pause keinen Torschuss zustande. Ein völlig harmloser Kopfball von Gebre Selassie (33.), das war alles, was Werder offensiv zu bieten hatte. Da auch der FC Augsburg trotz fast 75 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang aber nur einmal durch André Hahn gefährlich wurde (18.), stand zur Pause ein 0:0 auf der Anzeigentafel.

Erst nach dem Seitenwechsel kam ein bisschen Schwung in die Partie. Was daran lag, dass sich die Gastgeber nun tatsächlich auch mal über die Mittellinie trauten. Das wiederum gab den Gästen nun Räume, die sie zu zwei guten Chancen nutzten. Doch Alfred Finnbogason (50.) und Reece Oxford vergaben gute Möglichkeiten zur Führung. Auf der anderen Seite hatte Josh Sargent die große Chance zum 1:0, scheiterte aber an FCA-Torwart Rafal Gikiewicz (64.).

Werders später Doppelschlag

Blick von hinter dem Tor, wie Theodor Gebre Selassie den Ball ins Augsburger Tor bugsiert.
Theodor Gebre Selassie erlöste Werder mit seinem Treffer zum 1:0 in der 84. Spielminute gegen Augsburg. Bild: Nordphoto / Gumzmedia

Werder bekam das Spiel nun aber in den Griff und drängte, wenn auch mit überschaubaren spielerischen Mitteln, auf die Führung. Die gelang schließlich Gebre Selassie sechs Minuten vor dem Ende. Der 34 Jahre alte Tscheche schlich sich am langen Pfosten frei und vollendete aus kurzer Distanz zum 1:0.

Der Jubel in Bremer Lager war danach riesig. Gebre Selassie sprintete Kohfeldt in die Arme, auf der Tribüne fielen sich die Ersatzspieler um den Hals. "Es waren ja keine Zuschauer im Stadion, da bin ich eben zum Trainer gerannt", meinte Gebre Selassie augenzwinkernd bei Sky. Kurz darauf machte Agu mit seinem ersten Bundesliga-Tor die Freude bei Werder perfekt

Auch Kohfeldt rätselt: Warum ist Werder so heimschwach?

Video vom 14. Januar 2021
Eine Totale des Weserstadions hinter kahen Bäumen.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 16. Januar 2021, 18:45 Uhr