Kruse kokettiert mit seinen Wechselgerüchten

Werder, Union Berlin oder doch Köln? Max Kruse ist zumindest in der Gerüchteküche wieder gefragt. Er selbst meldete sich mit einer Botschaft aus dem Urlaub in Ibiza.

Max Kruse holt im roten Trikot bei einem Benefizspiel zum Schuss aus.
Zurück zu den Wurzeln: Max Kruse spielte in seiner Jugend für den SC Vier- und Marschlande und tat es Anfang Juli für den guten Zweck erneut. Bild: Imago | Hanno Bode

Kicken kann Max Kruse noch, das konnte man Anfang Juli beobachten. Da streifte sich der ehemalige Werder-Kapitän noch einmal das rote Trikot der "Red Devils" des SC Vier- und Marschlande über – beim Klub im Hamburger Umland hatte Kruse in seiner Jugendzeit gespielt und tat es nun erneut für den guten Zweck.

Doch so ein kleiner Kick mit alten Weggefährten ist natürlich kein echter Arbeitsnachweis für einen, der mit einer Rückkehr in die Bundesliga nicht nur liebäugelt, sondern sich offensiv wie ein Marktschreier selbst anpreist. Seit März hat Kruse kein Spiel mehr auf Profiniveau absolviert, hat bei Fenerbahce Istanbul gekündigt und will nun unbedingt zurück in die Heimat. Interessiert ist man offenbar wieder an Werders ehemaligem Unterschiedsspieler, der in der vergangenen Saison von den Bremern so schmerzlich vermisst wurde. Interessant zumindest als Hauptattraktion in der sommerlichen Gerüchteküche.

Schöne Urlaubsgrüße aus Ibiza

Nachdem sich Kruse zum Schnäppchenpreis anbot, sollen Union Berlin, der 1. FC Köln und natürlich Werder an einer Verpflichtung des mittlerweile 32-Jährigen interessiert sein. Die "Bild"-Zeitung berichtete bereits, dass der Vertrag mit Union besiegelt sei und Kruse schon in Berlin gesichtet wurde. Doch Kruse meldete sich erneut aus seinem Urlaubsdomizil auf Ibiza via Instagram-Story und schwenkte einmal von der Aussicht seines Balkons hin und her und kommentierte: "Gutes Wetter hier in Berlin."

Kruse genießt es, mit Gerüchten, die sich um ihn als extravaganten Kicker ranken, zu spielen. Wenn es heißt, er sei zu dick, stellt er sich im selbstgedrehten Video auf die Waage. Wird er mit Union Berlin in Verbindung gebracht, lässt er sich auf einer Massagebank vor einer rot-weiß-gestrichenen Wand filmen. Oder schwenkt eben mit der Kamera durch seine Urlaubsoase. Kruse kokettiert gerne, aber er genießt es auch sichtlich, in Deutschland wieder Gesprächsthema zu sein.

Kruse wartet auf Rückmeldung der FIFA

Dass er natürlich auch von Ibiza zwischendurch mal kurz nach Berlin gejettet sein könnte, ist die eine Sache. Aber wahrscheinlicher ist dagegen, dass Kruse derzeit auf eine Entscheidung der FIFA wartet, ob er nach seiner Kündigung nun tatsächlich ablösefrei ist oder auf einen interessierten Klub doch noch Zahlungen zukämen. Eine hohe Ablöse könnte sich Union Berlin zumindest nicht leisten, Werder Bremen aber auch nicht.

Und bisher wollte sich der Berliner Klub zum Thema Kruse auf Anfrage der Zeitung "B.Z" nicht äußern: "Wir kommentieren keine Personalien. Das wird weder heute, noch morgen, noch übermorgen der Fall sein." In Sachen Kruse ist also im Moment noch alles offen und die Gerüchte schaden seiner Verhandlungsposition sicherlich nicht. Es läuft alles für Kruse - der entspannte Ibiza-Urlaub kann noch etwas weitergehen.

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Autorin

  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 29. Juni 2020, 23:30 Uhr