Infografik

Schwierige Schlüsselwoche – macht Werder binnen 7 Tagen alles klar?

Die Bremer können in den nächsten drei Spielen den Klassenerhalt perfekt machen – oder tief in den Abstiegskampf rutschen. Der Auftakt gegen Dortmund hat es ins sich.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt zieht während des Trainings seinen Schal bis über die Nase hoch.
Florian Kohfeldt steht mit Werder nach 28 Spieltagen mit 30 Punkten auf Rang 13. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Es wäre ein Leichtes für Florian Kohfeldt gewesen, vor dem Spiel am Sonntag gegen Borussia Dortmund einfach von der naheliegendsten Annahme auszugehen. Nämlich jener, dass Werder gegen den BVB nicht punkten wird.

Diese Vermutung liegt deshalb nahe, weil die Dortmunder zwingend Boden auf den Tabellenvierten Frankfurt gut machen müssen, um doch noch die Champions League zu erreichen und daher extrem motiviert auftreten werden. Und weil die Borussia individuell deutlich stärker besetzt ist als die Bremer.

"Spielen mit der besten Mannschaft"

Kohfeldt hätte sich bei der Planung für Werders Woche der Wahrheit also taktisch voll auf das Spiel am kommenden Mittwoch gegen Konkurrent Mainz fokussieren und dem einen oder anderen Leistungsträger am Sonntag in Dortmund eine Verschnaufpause geben können. Stattdessen betonte der Werder-Coach: "Wir werden mit der besten Mannschaft spielen. Es gibt bei uns keinerlei Gewichtung der Spiele."

Als Trainer einer Mannschaft, die sich nicht als Laufkundschaft der Liga abstempeln lassen möchte, ist Kohfeldts Herangehensweise natürlich nachvollziehbar. Realistischer und taktisch geschickter wäre es aber vermutlich, seine beste Elf ausgeruht gegen Mainz antreten zu lassen, das durch die Quarantäne der Herthaner am Sonntag spielfrei hat. Denn schließlich kann sich für Werder in den kommenden sieben Tagen das Schicksal dieser Saison bereits entscheiden.

Es ist eine sehr wichtige Woche für uns. Es kann eine Schlüsselwoche werden, da müssen wir nicht drumherum reden.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Freitag

Gelingt Werder nach vier Schlappen die Wende?

Dortmund, Mainz und zum Abschluss Union Berlin – holen die Bremer vor allem im direkten Duell mit Mainz drei Punkte, könnte es wohl schon reichen, dass Werder nicht mehr um den Klassenerhalt bis zum Schluss zittern muss. Bei zwei Siegen wäre sicherlich alles klar. Doch das Worst-Case-Szenario mit drei Mal null Punkten ist eben auch nicht auszuschließen, der Trend der Bremer zeigt nach vier Niederlagen in Folge deutlich nach unten.

Wir haben in den letzten Spielen nicht die allerletzte Konsequenz auf den Platz gebracht. Wir brauchen wieder das Momentum.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Freitag

Doch findet Werder diese Konsequenz gerade gegen Dortmund wieder? Sehr wahrscheinlich klingt das nicht, zumal die letzte Partie gegen RB Leipzig den deutlichen Klassenunterschied einer Topmannschaft zu den Bremern offenbarte. Nun fehlt Kohfeldt in dieser entscheidenden Phase auch noch sein Abwehrchef Ömer Toprak gegen die rasante Dortmunder Offensive.

Zweckoptimismus bei Kohfeldt

Da klingt es eher nach Zweckoptimismus, dass Kohfeldt davon ausgeht, seine Mannschaft könnte gegen die Borussia punkten und damit die ausgeruhten Mainzer aus der Ruhe bringen. Hoffnung allein wird Werder jedoch nicht durch diese Schlüsselwoche bringen.

Es kann positiv sein, weil sie frisch sind. Es kann aber auch negativ sein, weil der Druck auf sie gestiegen ist, weil die anderen, hoffentlich auch wir, gepunktet haben.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Freitag

Hier können Sie sich externe Inhalte (Text, Bild, Video…) von Datawrapper anzeigen lassen

Stimmen Sie zu, stellt Ihr Browser eine Verbindung mit dem Anbieter her.
Mehr Infos zum Thema Datenschutz.

So bekommt Werder die Corona-Sorgen der Liga zu spüren

Video vom 16. April 2021
Werder-Coach Florian Kohfeldt beobachtet mit Händen in den Taschen das Training.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Mehr zum Thema:

Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 16. April 2021, 18:06 Uhr