Oh weh, Werder: Nach 0:2-Schlappe in Augsburg auf dem Relegationsplatz

Befreiungsschlag missglückt: Die Bremer müssen nach dem Rückschlag beim FCA um den Klassenerhalt zittern. Dabei spielte Werder lange Zeit sogar in Überzahl.

Augsburger Spieler bejubeln ausgelassen den 1:0-Treffer gegen Werder Bremen.
Jubel in Augsburg: In der 57. Minute gelang den Hausherren der bittere Gegentreffer für Werder zur 1:0-Führung. Bild: Imago | Poolfoto

Bitterer Nachmittag für Werder Bremen: Die Elf von Trainer Florian Kohfeldt brauchte dringend einen Sieg beim FC Augsburg, um dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher zu kommen. Stattdessen ist Werder nach der 0:2-Niederlage auf den 16. Tabellenplatz gerutscht und kann am 34. Spieltag sogar noch direkt absteigen.

Der FC Augsburg darf für ein weiteres Jahr in der Fußball-Bundesliga planen - im Gegensatz zu Werder Bremen. Den Hanseaten droht weiter der zweite Absturz in die Zweitklassigkeit nach 1980. Werder wird sich nach nur einem Punkt aus den letzten neun Spielen womöglich und wie im Vorjahr über die Relegation retten müssen.

Pfostentreffer von Bittencourt

Augsburgs Ruben Vargas nimmt fassungslos die Rote Karte des Schiedsrichters im Spiel gegen Werder hin.
Früh dezimiert: Augburgs Ruben Vargas (links) sah bereits nach 13 Minuten die Rote Karte. Bild: Imago | Poolfoto

Die Treffer für die kampfstarken Gastgeber erzielten Rani Khedira (57. Minute) mit einem Kullerball nach einer Ecke und Daniel Caligiuri (90., Foulelfmeter). Zuvor hatte der gute Schiedsrichter Robert Schröder zunächst den Augsburger Ruben Vargas wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt (13.), kurz nach der Pause sah Bremens Christian Groß wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (49.).

Bei Augsburg kam der Sieg nach zuvor fünf Niederlagen zur rechten Zeit: Die Mannschaft von "Feuerwehrmann" Markus Weinzierl hätte den Verbleib in der Bundesliga bei Bayern München sicherstellen müssen, kann sich nun aber vorzeitig auf ein elftes Jahr in der Erstklassigkeit einrichten. Den Ausgleich für Bremen verhinderte nach einem Gewaltschuss von Leonardo Bittencourt der Pfosten (72.).

Werder fiel insgesamt wenig ein

In der kampfbetonten Partie erwies Vargas den Augsburgern früh einen Bärendienst: Nach einer Rempelei mit Theodor Gebre Selassie trat der Schweizer nach. Schiedsrichter Schröder zeigte ihm nach einer Rudelbildung Rot und stand auch nach Inaugenscheinnahme der TV-Bilder zu seiner Entscheidung - zu Recht. Die Bremer waren danach optisch überlegen, erspielten sich auch gute Chancen, die Schüsse von Josh Sargent (21./28.) wurden jedoch geblockt oder gingen neben das Tor (44.). 

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Den Bremern fiel aber insgesamt zu wenig ein, um den verbissen verteidigenden FCA dauerhaft unter Druck zu setzen. Tatsächlich gelangen den Gastgebern immer wieder Entlastungsangriffe, die auch gefährlich waren. So musste Jiri Pavlenka im Bremer Tor einen Schuss aus spitzem Winkel von Marco Richter entschärfen (45.+2). Nach Gelb-Rot für Groß legte Augsburg sofort zu und nutzte nach einer Ecke die Verwirrung in der Bremer Abwehr zur Führung. Die Antwort der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt war wenig überzeugend. Bis auf Bittencourts Pfostenschuss kam zu wenig.

Nach Pleite gegen Augsburg: Schafft Werder den Klassenerhalt noch?

Video vom 15. Mai 2021
Talk mit Yannick Lowin
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Fußball-Bundesliga, 15. Mai 2021, 15:30 Uhr