Brinkum chancenlos: Bremer Relegations-Horror geht weiter

Zum 6. Mal in Folge versucht sich ein Bremen-Ligist am Regionalliga-Aufstieg. Das 0:7 des Brinkumer SV gegen Holstein Kiel II zeigt: Wird wohl wieder nichts.

Ein Spieler des Brinkumer SV sitzt enttäuscht auf dem Spielfeld.

Ein Genuss sollte die Aufstiegsrunde für den Brinkumer SV werden, so Co-Trainer Jörg Bender. Der Meister der Bremen-Liga wollte allen zeigen, dass man mithalten kann. Ein Aufstieg ist keine Pflicht, aber mitnehmen würde sein Team die Regionalliga natürlich schon, gab Trainer Dennis Offermann zu Protokoll. Das war vor der 0:7 (0:3)-Packung gegen Holstein Kiel II vom Dienstagabend.

Bremen-Liga und Relegation: keine Liebesbeziehung

Zugegeben, es ist nur ein schwacher Trost, aber: Der Brinkumer SV befindet sich in bester Gesellschaft. Die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord und die Bremen-Ligisten, das ist keine Liebesbeziehung. Das ist purer Relegations-Horror.

Seit der Saison 2012/13 spielen Oberliga-Vertreter aus Schleswig-Holstein, Niedersachen, Hamburg und Bremen in einer Gruppe um den Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse. Geschafft hat es dabei weder der Bremer SV in den vergangenen vier Jahren, noch der Brinkumer SV bei der ersten Auflage der Aufstiegsrunde.

Der Schritt ist groß – zu groß

Brinkums Spieler Röpke sitzt nach der Niederlage frustriert auf dem Spielfeld.
Auch Steffen Röpke fehlen nach dem Auftritt seiner Brinkumer die Worte.

Ob es an fehlender Qualität oder an der im Vergleich schwachen und vor allem wenig ausgeglichenen Bremen-Liga liegt: Selbst für die beste Bremer Mannschaft ist der Schritt in die Regionalliga enorm. Und wenn kein Wunder geschieht, auch in diesem Jahr nicht zu schaffen.

"Wir müssen Kiel so schnell wie möglich vergessen", sagte Abwehrspieler Mirkan Pakkan gegenüber der "Kreiszeitung". Was sollte er auch sonst sagen. Zu deutlich war der Unterschied zwischen den beiden Teams. Zwei frühe Wechsel, jeweils nach Verletzungen, brachten das Konzept der Offermann-Elf zudem schon früh durcheinander. Letztlich bleibt festzuhalten, dass die Gäste mit sieben Gegentoren sogar noch recht gut bedient waren.

Ein Genuss dürfte die restliche Relegation mit einer 0:7-Hypothek im Rücken nun sicherlich nicht mehr werden.

Die nächsten Spiele:

Wann?Wer?
Samstag, 26. Mai, 15 UhrBrinkumer SV - Teutonia 05 Ottensen (in Drochtersen)
Mittwoch, 30. Mai, 19.30 UhrBrinkumer SV - VfL Oldenburg

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 23. Mai 2018, 18:06 Uhr