Volle Hallen dank 2G? So planen die Topklubs aus Bremerhaven

Collage zeigt Fans der Fishtown Pinguins und der Eisbären Bremerhaven jeweils im Stadion
Bei den Heimspielen der Fischtown Pinguins und der Eisbären Bremerhaven wird demnächst wohl auch die 2G-Regelung gelten. Bild: DPA | Kai Peters, Martin Ewert

Derzeit setzen auch die Fischtown Pinguins und die Eisbären noch auf die 3G-Regelung. Demnächst wird aber wohl auch in der Stadthalle und der Eishalle auf 2G gewechselt.

Bei Werder geht es am Freitagabend wieder los. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland dürfen die Bremer gegen den 1. FC Heidenheim wieder in einem vollen Weser-Stadion spielen. Möglich macht dies die 2G-Regelung, die besagt, dass nur noch Geimpte und Genesene die Bremer Heimspiele besuchen dürfen.

Für Werder bedeutet dies auch deutliche Mehreinnahmen durch den Ticketverkauf. Lukrativ sind diese natürlich auch für die beiden Topklubs aus Bremerhaven. Auch die Fischtown Pinguins und die Eisbären Bremerhaven beschäftigen sich bereits mit der 2G-Regelung und können sich vorstellen, diese alsbald anzuwenden.

Gegen Wolfsburg könnte erstmals 2G gelten

Beim nächsten Heimspiel der Pinguins am Freitag (19:30 Uhr) gegen die Augsburger Panther wird dies allerdings wohl noch nicht der Fall sein. "Wir warten ab bis uns die neue Verordnung schriftlich vorliegt", sagt Geschäftsführer Hauke Hasselbring im Gespräch mit buten un binnen. "Danach setzen wir uns mit dem Bürger- und Ordnungsamt und dem Gesundheitsamt zusammen und werden gemeinsam diskutieren, welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben."

Aktuell können unter 3G-Bedingungen knapp 3.300 Zuschauer in die Eishalle kommen, ausverkauft wäre sie bei 4.674 Zuschauern. Gegen die Grizzlys Wolfsburg am 10. Oktober (14 Uhr) könnten erstmals wieder alle Plätze besetzt werden. Wie Hasselbring berichtet, ist der Anteil der Getesteten bei den Heimspielen der Pinguins ohnehin äußerst gering gewesen. Bei zuletzt 2.200 Besuchern in der Eishalle sei die große Mehrheit geimpft oder genesen gewesen. Nur etwa drei Prozent hätten einen negativen Corona-Test vorgelegt, um Zutritt zu erhalten. Für Hasselbring stellt sich die Frage "3G oder 2G" letztlich auch nicht. Er ist überzeugt, dass die Zuschauer, die sich nicht impfen lassen wollen, ohnehin nicht mehr kommen werden, sobald sie die Tests selbst bezahlen müssen.

Wenn die Tests ab Mitte Oktober nicht mehr umsonst sind, haben wir faktisch 2G. Es wird ja keiner ein Ticket kaufen und obendrauf für 20 Euro noch einen Test machen.

Pinguins-Geschäftsführer Hauke Hasselbring spricht zum Trainingsauftakt der Bremerhavener in ein Mikrofon.
Hauke Hasselbring, Geschäftsführer der Fischtown Pinguins

Die Eisbären starten wohl gegen Hagen mit 2G

Bei den Basketballern der Eisbären Bremerhaven gilt aktuell noch die 3G-Regelung. So war es beim ersten Heimspiel gegen die Gladiators Trier und so wird es auch am Sonntag (15 Uhr) gegen die Artland Dragons sein. Bei der darauf folgenden Partie am 16. Oktober um 19 Uhr gegen Phoenix Hagen in der Stadthalle werden aber wohl auch die Eisbären auf 2G umstellen.

Exakte Zahlen, wie groß der Anteil der Getesteten beim ersten Heimspiel gegen Trier war, liegen Geschäftsführer Nils Ruttmann nicht vor. "Ich beobachte bei vielen Klubs", erzählt Ruttmann, "dass es im Rahmen von 3G-Konzepten seitens der Zuschauer eine gewisse Hemmschwelle gibt, obwohl diese Klubs vorher immer ausverkauft waren." Wie Hasselbring glaubt auch er, dass es einen Effekt geben wird, sobald Ungeimpfte ihre Corona-Tests selbst bezahlen müssen.

2G macht es möglich: Das Weser-Stadion darf wieder voll werden

Video vom 27. September 2021
Werder-Fans halten den Schal hoch.
Bild: Imago | Noah Wedel
Bild: Imago | Noah Wedel

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Autor

  • Karsten Lübben Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. September 2021, 19:30 Uhr